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  • Kritik: Keine Furcht, keine Angst, keine Ahnung

    Er ist nur ein Schreibtischtäter, doch am liebsten wäre er James Bond. So ist der MI7-Agent Johnny English alias Mr. Bean alias Rowan Atkinson hoch erfreut, als er endlich einen richtigen Auftrag bekommt. Der finstere Franzose Pascal Sauvage (John Malkovich) trachtet nach der britischen Krone: ein Skandal!

    Der Kinofilm "Johnny English - Der Spion, der es versiebte" knüpft an britische Werbefilme für eine Kreditkarte an, in denen Atkinson in den 90er Jahren einen Spion spielte, der von einem Missgeschick ins nächste tapst. Schon damals hatte der Schauspieler die Idee, die Figur zur Hauptperson eines Spielfilms zu machen.

    Was als Kurzfilm funktionieren mag, hat als abendfüllende Unterhaltung allerdings so seine Längen. Viele Späße bleiben lau, manche sind schlicht unappetitlich.

    Charmant-dusseliger Held zur Musik von Robbie Williams

    "Das Wort Fehler kommt in meinem Wortschatz nicht vor", sagt der charmant-dusselige Held großspurig. Aber natürlich ist genau das Gegenteil der Fall. Zur Musik von Robbie Williams startet der Agent, der unbeirrbar an sich glaubt, ins größte Abenteuer seines Lebens. "Er ist diese Art von Person, die bei einem Hürdenrennen die ersten Hürden extrem gut nehmen würde, aber dann den Zuschauern zuwinken und über die letzte Hürde stolpern und fallen würde", sagt der 48-jährige Atkinson. "Es sind die letzten zehn Prozent seiner Aktivitäten, mit denen er echte Probleme hat."

    Gangster fliehen im Leichenwagen - English nimmt den Abschlepper

    Deshalb wird natürlich der schicke, aber falsch geparkte Flitzer abgeschleppt, mit dem Johnny English die Räuber der Kronjuwelen verfolgt. Das stört den Agenten und seinen mindestens genauso kuriosen Assistenten Bough (Ben Miller) aber nicht im geringsten. Sie nehmen die Verfolgung der im Leichenwagen geflüchteten Gangster erstmal mit dem Abschleppwagen auf. Der Rennwagen wird dann in einer waghalsigen Aktion auf die Straße zurück manövriert. Wagemutig springt das Dreamteam per Fallschirm über dem Hauptquartier des Bösen ab. Johnny English seilt sich dann nur am falschen Hochhaus ab und verwechselt so ein Krankenhaus mit einem geheimen Klon-Labor.

    Natalie Imbruglia als Doppelagentin Lorna Campbell

    Auch die erste Verabredung mit der Doppelagentin Lorna Campbell, gespielt von der australischen Popsängerin Natalie Imbruglia, ist eine Begegnung mit Hindernissen. Die Beiden kommen sich in einem Sushi-Restaurant näher. Doch dann gerät leider die Krawatte des Agenten in das Laufbahn, das die japanischen Spezialitäten transportiert. Schmutzige Witze werden dann später im wahrsten Sinne des Wortes gerissen: In das Versteck des Kronjuwelen-Diebes gelangen die Agenten durch die Latrine. Wie bei einem echten James-Bond-Film rettet Johnny English am Ende dann nicht nur das britische Königreich, sondern erobert auch das Herz der schönen Doppelspionin. Nur das mit den Knöpfen für den Schleudersitz klappt dann nicht so richtig.

    Elke Vogel, dpa

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