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  • Kritik: Junge Landarbeiterinnen auf einer englischen Farm im Jahr 1941

    Drei junge Frauen melden sich 1941 in England zur "Women's Land Army" und werden zur Arbeit auf die Lawrence-Farm geschickt. Der Bauer braucht Hilfe, weil das Ministerium verlangt, daß er während des Krieges mehr Ackerbau betreibt. Sein Sohn Joe möchte zur Royal Air Force gehen. Stella, Prue und Ag sind Städterinnen, aber sie gewöhnen sich schnell an das Melken, Ausmisten und das kärgliche Leben auf dem Hof. Vor allem aber wollen sie sich amüsieren und die große Liebe in Erfüllung gehen sehen.

    Die britisch-französische Koproduktion "Brombeerzeit", die am 18. Juni in die deutschen Kinos kommt, basiert auf dem Roman "Land Girls" von Angela Huth. Regisseur David Leland sagt: "Die Frauen in der Land Army fanden sich in einer ihnen völlig unbekannten Gegend wieder, oft waren sie das erste Mal von zu Hause weg. Erstaunlich ist außerdem, daß viele von ihnen nach dem Krieg in die Gemeinde einheirateten, in der sie stationiert waren. 'Land Army'-Familien kann man heute noch in jeder ländlichen Gemeinde finden."

    Die drei Frauen sind sehr verschieden: Prue (Anna Friel) macht sich einen Spaß daraus, Männer aufzureißen. Ihr erstes Ziel ist Farmerssohn Joe (Steven Mackintosh). Ihm setzt auch die verträumte Studentin Ag (Rachel Weisz) zu, die dem Offizier, den sie liebt, nicht als Jungfrau gegenübertreten will. "Können Sie's mir zeigen?", fragt Ag Joe, und der fühlt sich zunächst beleidigt: "Für was halten Sie mich?"

    Schauspielerin Catherine McCormack, die die junge Stella spielt, war schon im Oscar-Gewinner "Braveheart" zu sehen. Sie sagt über das Drehbuch: "Es ist sehr ungewöhnlich, eine Geschichte zu lesen, in der drei Frauen starke Hauptrollen haben, und jede etwas eigenes der Geschichte hinzufügt." Stella, die mit einem Marineoffizier verlobt ist, entdeckt bald ihre Liebe für Joe und für das Leben auf dem Land.

    Joe will sich endlich rekrutieren lassen, weil er befürchtet, als einfacher Farmer von Stella nicht geachtet zu werden. Doch wegen eines Herzfehlers wird er für dienstuntauglich erklärt. Gerade als Stella und Joe sich einander versprechen, verliert Stellas Verlobter bei einem Gefecht beide Beine. Aus Pflichtgefühl heiratet ihn Stella und kehrt nicht zu Joe zurück.

    "Brombeerzeit" ist weder ein historisch bedeutender Film, noch wird er als Liebesdrama Geschichte schreiben. Aber er ist ein hübscher, beschwingter Beitrag zum Kinosommer, mit seinem Mädchengelächter und der Nostalgie, die eigene Erinnerungen und Jugendträume wach werden lässen mag.

    Bianka Piringer, AP

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