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  • Kritik: Julia Roberts in "Die Hochzeit meines besten Freundes": Gelungen!

    Julianne ist hübsch, selbstbewußt und hat als Restaurantkritikerin einen beneidenswerten Job. Sie hat sogar einen äußerst attraktiven Freund, den Sportreporter Michael. Doch der bringt Juliannes Leben plötzlich völlig durcheinander, als er ihr eröffnet, demnächst heiraten zu wollen: Doch leider nicht sie, sondern die blonde Millionenerbin Kimmy.

    Julianne ist geschockt, aber so leicht gibt sie sich dann doch nicht geschlagen. Also eröffnet sie mit intriganten Rochaden den Kampf um Michael. So einfach wie vorgestellt, gestaltet sich der weitere Verlauf jedoch ganz und gar nicht - sehr zum Vergnügen der Kinobesucher.

    Die amerikanische Erfolgskomödie "Die Hochzeit meines besten Freundes", die am 4. Dezember in Deutschland anläuft, bietet vergnügliche Unterhaltung mit einer Traumrolle für Julia Roberts, einem Galaauftritt des Briten Rupert Everett sowie einer intelligent konstruierten, elegant inszenierten Komödienhandlung. Und nicht zuletzt die vor Spiellust sprühende Cameron Diaz in der Rolle der Millionenerbin als Gegenspielerin von Roberts macht den Film sehenswert.

    In Szene gesetzt hat das turbulente Geschehen der Australier P.J.Hogan, der nach seinem Überraschungserfolg "Muriels Hochzeit" seine erste Hollywood-Chance trefflich nutzt. Sein Film hat etwas vom Charme und der Intelligenz der klassischen Komödien aus den dreißiger und vierziger Jahren. Damals packten die Autoren in einen Streifen mehr Pointen und Geistesblitze als heutzutage in fünfen zu finden sind. Diese Klasse hat "Die Hochzeit meines Freundes" zwar keineswegs durchgängig. Aber allein der fulminante Auftritt von Juliannes schwulem Freund George, der Everett zum großen Favoriten für den Nebenrollen-Oscar macht, lohnt den Besuch.

    Und natürlich ist es ein Vergnügen, die sonnige Julia Roberts endlich wieder einmal in einer Rolle zu erleben, in der sie ihr Potential voll ausreizen kann. Romantische Komödien stehen der New Yorkerin mit dem breiten Lachmund besser als die düsteren Dramen, in denen sie oft in den letzten Jahren auf der Flucht vorm "Pretty Woman"-Image aufgetreten war.

    So mitreißend frisch, so ungebrochen wie damals, das zeigt sich im direkten Vergleich mit der 25jährigen Cameron Diaz deutlich, ist Roberts nicht mehr. Doch der Film berücksichtigt dies sehr gut, indem er den Charakter der Julianne mehrschichtig anlegt. Damit wird der unverkennbar gereiften Schauspielerin hinreichend Gelegenheit gegeben, mehr zu zeigen als nur strahlende Jugendlichkeit. Nicht ganz einfach hat es der im Mittelpunkt des weiblichen Begehrens stehende Dermot Mulroney, Darsteller des Bräutigams Michael, inmitten solcher Begabungen. Aber welcher männliche Zuschauer wollte nicht dieses 'schwere' Los mit ihm teilen?

    Von AP-Korrespondent Wolfgang Hübner

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