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  • Kritik: Julia Roberts

    Branchenkenner prophezeien, daß die romantische Komödie "Notting Hill" einer der Kinohits dieses Jahres wird. Nach Testvorführungen feierte das Publikum das bittersüße Märchen mit Applaus.

    Die Hauptdarstellerin Julia Roberts hat gute Chancen, ihren "Pretty Woman"-Erfolg von 1990 zu überbieten. Darin war sie das Aschenputtel, Richard Gere der angesehene Millionär. Bei "Notting Hill" verteilte der Drehbuchautor Richard Curtis ("Vier Hochzeiten und ein Todesfall") die Rollen genau entgegengesetzt.

    Anna Scott (Roberts), die Traumfrau aus der Welt der Reichen und Schönen, verirrt sich in einen Buchladen im Londoner Stadtteil Notting Hill. Dort lernt sie William (Hugh Grant) kennen, der sich mit dem Geschäft gerade so über Wasser hält. Trotz großer gegenseitiger Sympathie wagt William nicht einmal darauf zu hoffen, Anna jemals wiederzusehen. Das Schicksal will es anders - selbstverständlich nicht, ohne den beiden einige Hürden in den Weg zu stellen. Eine trägt den Namen Spike (Rhys Ifans). Williams liebenswert-spleeniger walisischer Mitbewohner mit dem scheinbar unerschöpflichen Chaos-Potential und der bemerkenswerten T-Shirt- Kollektion verursacht so einige tragikomische Irritationen.

    Glaubhaft inszeniert Roger Michell die schwierige Situation, in die Anna gerät, weil sie sich in einen durchschnittlichen Zeitgenossen verliebt. Als berühmtester Filmstar der Welt muß sie damit leben, daß man ihr nicht auf natürliche Weise begegnet, sondern ihr Image immer wieder zum Störfaktor wird. Das wiederum wirft die Frage auf, ob Julia Roberts in "Notting Hill" sich selbst spielt und aus eigenen Erfahrungen schöpfte. Da gibt es Szenen, in denen der Alltag im Filmgeschäft auf die Schippe genommen wird, und Sequenzen, in denen Anna alias Julia auf Williams Freunde trifft, die das Spektrum der Reaktionen zeigen, die großen Stars entgegengebracht werden. Diese Nebenrollen sind mit Emma Chambers, Gina McKee, Hugh Bonneville und Tim McInnerny hervorragend besetzt.

    Über lange Zeit hält der Regisseur Michell die Spannung aufrecht, ob die beiden Protagonisten sich näherkommen werden oder nicht. "Notting Hill" ist kein anspruchsvolles Kino, dennoch bleiben viele Momente daraus im Gedächtnis. Dem vielfältigen Humor und dem unwiderstehlichen Charme der Love Story kann man sich ebensowenig entziehen wie dem bezaubernden Lächeln von Julia Roberts, und selbst das süßliche Hollywood-Ende kann dem keinen Abbruch mehr tun.

    Silke Weiss, dpa

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