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  • Kritik: Jim Abrahams zieht Mafia-Filme durch die Tomatensauce

    Der junge Vincenzo Cortino muß vor der Rache eines Verbrechers aus seinem Heimatdorf Salmonelle in Sizilien fliehen. Hinter dem Frachter "Il Pacino" schwimmend, erreicht er das gelobte Land Amerika, gründet eine Familie und schlägt sich zunächst ehrlich als Olivenquetscher durch. Jahrzehnte später ist er ein alt gewordener Mafia-Pate, der auf einem Familienfest seine Nachfolge regeln will. Doch es kommt zu einem furchtbaren Blutbad...

    Regisseur und Drehbuchautor Jim Abrahams hat nach dem fulminanten "Airplane" ("Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug", 1980) fast jedes Genre filmisch auf die Schippe genommen: "Hot Shots" und die "Nackte Kanone"-Trilogie fanden ein Millionenpublikum, das neben Brachialhumor auch an vielen bisweilen subtilen Zitaten aus den parodierten Streifen Vergnügen fand.

    Nun also sind die Mafia-Filme von Francis Ford Coppolas "Paten" bis Martin Scorseses "Goodfellas" und "Casino" dran. Wer sich über den Werbespruch "Eine Nudel macht noch keine Spaghetti" amüsieren kann, wird sich auch in "Mafia" nicht langweilen und kaum bedauern, daß der große Lloyd Brigdes in seiner letzten Rolle meist als Knallcharge durch den Film stolpert und Oskar-Preisträgerin Olympia Dukakis vorwiegend durch penetrantes Furzen auffällt.

    Nicht jeder Gag fällt so geschmacklos aus wie das Massenübergeben von Beerdigungsgästen am offenen Grab, als Cortino-Sohn Anthony (Jay Mohr) in der Maske des "englischen Patienten" vorbeischaut. Pamela Gidley gibt eine wunderbare Sharon-Stone-Parodie ab, und wer immer schon mal wissen wollte, wie das Geld aus einem florierenden Spielcasino in Las Vegas abtransport wird (Arbeiter schaufeln es wie Sand auf die Ladefläche von schweren Lastwagen), kommt in "Mafia" auf seine Kosten.

    Aber origineller als einer der zahlreichen Leslie-Nielsen-Filme ist der Streifen auch nicht. Abrahams ist es gelungen, mit seinen Genreparodien ein eigenes Genre zu kreieren, das er nun fleißig weiter bedient.

    Uwe Gepp, AP

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