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  • Kritik: Jetzt wird abgerechnet!

    Geblendet vom grellen, gnadenlosen Blitzlichtgewitter der Paparazzi gibt ein junger Hollywoodstar (Cole Hauser) am Steuer seines Wagens immer kräftiger Gas, um der aufdringlichen Fotografen-Meute zu entkommen. Dabei verliert er die Kontrolle über sein Fahrzeug und baut einen schweren Unfall, bei dem seine Frau (Robin Tunney) und ihr gemeinsamer Sohn (Blake Michael Bryan) verletzt werden.

    Die Idee zu diesem Filmprojekt stammt von dem amerikanischen Soap- Darsteller Forrest Smith, der bei den Dreharbeiten zum Kinofilm «Wir waren Helden» Hollywodstar Mel Gibson kennen lernte und für sein Vorhaben begeistern konnte. Beim Schreiben des Drehbuches ließ sich Smith von diversen Erzählungen über die erschreckenden Praktiken der Paparazzi inspirieren. Als Produzenten dieses Kinofilms zeichnen Gibson sowie Bruce Davey («Forever Young», «Braveheart») und Stephen McEveety («Wir waren Helden», «Die Passion Christi») von seiner Firma Icon Productions verantwortlich. Neben Gibson erklärten sich auch die Hollywoodschauspieler Vince Vaughn und Matthew McConaughey zu kurzen Gastauftritten im Film bereit.

    Während der junge Familienvater mit ein paar harmlosen Schrammen davon gekommen ist, liegt sein kleiner Sohn im Koma und ringt mit dem Tod. Obwohl die Fotografen sogar bis an dessen Krankenbett vordringen, sind dem zuständigen Polizei-Inspektor (Dennis Farina) die Hände gebunden. Die Nerven der Eltern liegen blank, denn die penetranten Paparazzi scheinen sie überall auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Als immer neue, negative Schlagzeilen von ihnen in den Boulevard-Blättern erscheinen, dreht der Schauspieler kurzerhand den Spieß um. Entschlossen nimmt er seine Verfolger selbst ins Visier und beginnt, sie erbarmungslos zu jagen.

    Mit «Paparazzi» liefert Abascal einen simpel gestrickten Thriller, der klassische Hollywood-Themen wie Selbstjustiz und Bedrohung der Familie mit einer Prise Glamour neu variiert. Der zunächst psychologische Spannungsaufbau des Films weicht im Laufe der eindimensional erzählten Handlung zunehmend banalen Action-Sequenzen, die einem klischeehaften Gut-Böse-Schema folgen. Während Hauser in dieser ersten Hauptrolle eher blass bleibt, wirken seine Gegenspieler, mit denen er sich ein effektvolles Showdown liefert, absolut überzogen. Die packende Grundgeschichte dieses Films hätte mehr Tiefgang vertragen, als das seichte Drehbuch und die flache Inszenierung zu bieten haben.

    Birgit Heidsiek, dpa

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