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  • Kritik: Irrungen und Wirrungen derYuppies

    Kathleen Kelly (Meg Ryan) und Joe Fox (Tom Hanks) sind erbitterte Konkurrenten: Sie besitzt eine kleine Kinderbuchhandlung in der Upper West Side von New York. Er treibt solche Läden mit seiner Buchhandelskette in den Ruin. Kein Wunder, daß sich die beiden erst einmal nicht riechen können. Doch ohne es zu wissen, haben sie sich im Internet schon ineinander verliebt.

    Sie schreibt unter dem Namen "Shopgirl", er antwortet als "NY 152". Jeden Morgen, wenn ihr Freund und seine Freundin aus dem Haus sind, holen sie die Computer hervor und tauschen per e-mail ihre persönlichsten Gedanken aus.

    In dem Film "E-mail für Dich", der am 11. Februar in die deutschen Kinos kommt, ist Hollywoods Traumpaar für romantische Liebeskomödien fünf Jahre nach dem Film "Schlaflos in Seattle" wieder gemeinsam auf der Leinwand zu sehen. Meg Ryan als idealistische junge Frau von nebenan, Tom Hanks als abgebrühter Geschäftsmann, der sich am Ende als wunderbarer Freund erweist. Glänzend spielen beide die Irrungen und Wirrungen von Yuppies, die sich schließlich trotz aller Gegensätze finden.

    Die Geschichte entstammt dem heute kaum noch gezeigten Klassiker "The Shop around the Corner" ("Rendezvous nach Ladenschluß") von Ernst Lubitsch. In Lubitschs Film aus dem Jahr 1940 arbeiten James Stewart und Margaret Sullivan im selben Geschäft und tauschen über einen Club der einsamen Herzen Liebesbriefe aus, ohne die wahre Identität ihres Briefpartners zu kennen.

    Das Internet als anonymer Ausgangspunkt einer modernen Liebesgeschichte: Die Idee stammt von der Hollywood-Produzentin Lauren Shuler Donner. Nach dem Kauf der Rechte für ein Remake des Lubitsch-Films holte sie sich Nora und Delia Ephron als Drehbuch- Autorinnnen. Nora Ephron führte auch Regie, wie schon bei "Schlaflos in Seattle".

    "Es sind beides sehr unschuldige Filme ohne jeden Sex, eine Art Märchen", sagt Ephron. Die sehr erfolgreiche Autorin und Regisseurin sieht sich in der alten Hollywood-Tradition von romantischen Komödien, "mit denen ich aufgewachsen bin und die ich liebte". Sie mache "keine Filme mit Botschaften", unterstreicht die ehemalige Journalistin.

    Aber eine Botschaft gibt es doch bei "E-mail für Dich": Jemand wie Joe Fox kann im Geschäftsleben richtig rücksichtslos und fies sein, doch hinter dieser Fassade ist auch der Kapitalist ein sympathischer Mensch. Und am Ende muß auch die naive Kathleen Kelly einsehen, daß sich Kinder in einem Mega-Store sehr wohl fühlen und viel billiger an ihre Bücher kommen. Hollywood-Liebe in den Zeiten des Internets - ein kapitalistisches Märchen ohne wilde Bettszenen und mit witzigen Dialogen.

    Sybille Korte, dpa

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