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  • Kritik: Im Spinnennetz hängt ein Kinohit

    Hätte er doch nur sein Spinnennetz schützend um die Twin Towers des World Trade Centers gesponnen, New York wäre viel Kummer erspart geblieben. Aber leider gibt es den Superhelden nur in den Comics und nun auch auf den Leinwänden: "Spider-Man" ist sein Name.

    Es ist auch der Titel des Films, der in den USA sensationelle Einspielrekorde verzeichnet hat und auf dem besten Weg zum erfolgreichsten Streifen des Jahres 2002 ist. Wenn nicht alles täuscht, ist es der Auftakt zu einer ganzen Serie von Filmen um den jungen Mann mit den verblüffenden Fähigkeiten und dem unbestechlichen Sinn für Gerechtigkeit.

    40 Jahre nach der Geburt der Comic-Figur, die den Menschen in Amerika so vertraut ist wie die Freiheitsstatue oder Hot Dogs, gibt der Spinnenmann ein triumphales Kinogastspiel, das sicherlich auch zwischen Aachen und Görlitz der Fußball-Weltmeisterschaften zum Trotz viel Geld in die Kassen bringen wird.

    Popcorn-Kino von bester Qualität

    Und die Geschichte um den unscheinbaren Jüngling Peter Parker, der vom Stich einer genmanipulierten Spinne zum Supermann verwandelt wird, ist ja auch durchaus sehenswert und reich an spektakulären Effekten. Dazu enthält sie eine nette Liebesgeschichte zwischen dem schüchternen Peter und seiner von den Jungs umschwärmten Mitschülerin Mary Jane. Und einen richtigen Oberschurken gibt es auch in Gestalt des Grünen Kobolds, der für Angst und Schrecken in New York sorgt. Klar, dass nur Spider-Man Schlimmeres verhindern kann. Denn der erinnert sich stets daran, was ihm Onkel Ben mit gesagt hat: "Aus großer Kraft folgt große Verantwortung."

    Sam Raimi, einer der derzeit vielseitigsten Hollywood-Regisseure, hat die Comic-Verfilmung nach einem Drehbuch von David Koepp mit einer gelungenen Mischung aus Emotion, visueller Fantasie und Action in Szene gesetzt. Auch wenn der Film im zweiten Teil etwas abfällt, weil alles recht erwartungsgemäß abläuft, sorgen Raimi und Koepp mit einer glänzenden ersten Stunde dafür, den Zuschauer für die Figur des Peter Parker, der zum Spider-Man wird, zu begeistern. Das liegt allerdings auch an der Idealbesetzung des Filmhelden mit dem hochbegabten Tobey Maguire, bei dem Ausdrucksstärke klar vor Muskelpracht rangiert.

    Die Geschichte vom "Durschnittstyp wird Superheld" kommt an

    Mit dem eher schmächtigen und traumäugigen Maguire können sich Millionen Teenager grenzübergreifend bestens identifizieren. Wer von ihnen träumt nicht auch schon mal davon, plötzlich außergewöhnliche Kräfte zu haben und ein gefeierter Held zu werden? Und wenn sich dazu noch das Herz eines hübschen Mädchens wie US-Jungstar Kirsten Dunst gewinnen lässt, ist das Glück komplett.

    Willem Dafoe muss mal wieder den Bösen spielen, jenen allzu ehrgeizigen Industriellen Norman Osborn, den ein missglücktes Laborexperiment zum diabolischen Grünen Kobold macht.

    Popcorn-Kino von bester Qualität

    Bereits drei Mal war in der Vergangenheit "Spider-Man" schon über die Leinwand gegeistert, der große Wurf mit dem Helden ist aber erst Raimi gelungen. Pech für "Titanic"-Regisseur James Cameron, der auch an dem Stoff interessiert war, Pech auch für Leonardo DiCaprio, Camerons Favorit für die Titelrolle. Doch Tobey Maguire wird ganz sicher auch in dem schon eingeplanten nächsten Film wiederum den Spinnenmann verkörpern. Seine Gage dafür wird gewaltig steigen, sein Ruhm ist schon gewachsen. "Spider-Man" ist letztlich gewiss "nur" Popcorn-Kino, aber von bester Qualität.

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