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  • Kritik: Im Sog des Unheimlichen

    Berlin (dpa - Hinlänglich bekannt ist die Horrorgeschichte von "Dr. Jekyll and Mr. Hyde" von Robert Louis Stevenson. Valerie Martins hat die unheimliche Verwandlung des Wissenschaftlers in eine blutrünstige Bestie aus der Sicht des Dienstmädchens Mary Reilly neu erzählt.

    Die Erzählperspektive der verschüchterten, aber neugierigen Magd hat den britischen Regisseur Stephen Frears gereizt. Sein neuer Film "Mary Reilly", der bereits während der 46. Filmfestpiele in Berlin zu sehen war, läuft an diesem Donnerstag (25. April) in den deutschen Kinos an.

    Die Titelfigur hat Frears mit der sonst ewig strahlend lachenden "Pretty woman" Julia Roberts besetzt. Als Mary Reilly kommt ihr großer Mund einmal nicht zur Geltung. Diesmal scheint Roberts vor allem aus riesigen braunen Augen zu bestehen, die verängstigt in die neblig-trübe Düsternis dieses Films schauen. Und sie macht das gut. Sie selbst gehe gar nicht in solche Filme, weil sie so leicht zu erschrecken sei, erzählte der teuer bezahlte Hollywood-Star in Berlin. An der Rolle habe sie gereizt, daß sie sich von vorhergehenden unterschieden habe.

    Als eine sportliche Herausforderung empfand Roberts das Zusammenspiel mit John Malkovich, der die Doppelrolle des eher gefühlvollen Dr. Jekyll und des brutal-wahnsinnigen Mr. Hyde ausfüllte. "Das ist wie beim Tennis. Ein besserer Gegner spornt mehr an", meinte Roberts über den von ihr verehrten Malkovich, der sich als Idealbesetzung für die Rolle erwies. Als Bordellbesitzerin zeigt Glenn Close spröden Charme. Abgesehen von der Besetzung bietet Frears Neuauflage des Thrillerstoffes über das Böse im Menschen jedoch nichts Neues, was über das Genre hinausginge.

    Von Jutta Lehmer, dpa

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