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  • Kritik: Im Jahr der FußballWM kommen die «Wilden Kerle» wieder

    Sind die Nationalspieler Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger eigentlich wirklich wild? Diese Frage stellen sich junge Fußballfans zwar nicht zur bevorstehenden Weltmeisterschaft, aber vielleicht nach dem Besuch des Filmes «Die wilden Kerle 3».

    Denn um reinen Fußball geht es in der dritten Geschichte um die coole Spaßmannschaft aus München eigentlich nur am Rande. «Es geht ums Stärkerwerden, ums Erwachsenwerden und um Freundschaft», sagt Regisseur und Wilde-Kerle-Erfinder Joachim Masannek.

    Mit seinen bislang 13 Büchern über eine kleine Horde Jungs (und ein Mädchen), die mit Gemeinschaftsgeist alle Hürden nimmt, hat er in vielen Kinderzimmern eine Fußballbegeisterung entfacht, die die kleinen Leser bis in die Vereine trägt. Mit dem Spruch «Alles ist gut, so lange du wild bist», ertragen die Nachwuchskicker schlechtes Wetter ebenso klaglos wie herbe Niederlagen.

    Bis zum Alter von etwa 12 Jahren haben die Fußballvereine kaum Nachwuchssorgen, woran auch Masannek und Co. ihren Anteil haben. Doch am Beginn des Erwachsenwerdens zerfallen viele Mannschaften, den «Wilden Kerlen» im dritten Film ist es nicht anders ergangen. Es bedarf schon des unerbittlichen Elans des deutlich jüngeren Kerle-Fans «Nerv» (Nick Romeo Reimann), um das Team noch einmal zusammenzubringen.

    Gegner sind diesmal die «biestigen Biester», eine kampfstarke Mädchenmannschaft, angeführt vom Ex-Kerl Fabian (Constantin Gastmann). Der sinnt auf Rache an seinem vormals besten Freund und erneuten Kerle-Anführer Leon (Jimmy Blue Ochsenknecht) und fordert ihn zum Fußball-Duell, das nach allerlei Widrigkeiten erneut zum Höhepunkt des Films wird. Insbesondere die Hauptfigur Leon muss entscheiden, was für ihn wirklich zählt: Die Liebe zur Mittelfeld-Regisseurin Vanessa (Sarah Kim Gries), die Verantwortung für seine Mannschaft oder die Freundschaft zu Fabian.

    Jimmy Blue, der jüngere Sohn des Schauspielers Uwe Ochsenknecht, meistert die anspruchsvolle Rolle mit echtem Können, wie überhaupt sich die junge Schauspielermannschaft der beiden vorangegangenen Filme mit dem zweiten Ochsenknecht-Spross Wilson Gonzalez deutlich weiter entwickelt hat. Vater Ochsenknecht bekommt als fieser, spielverderberischer Banker noch Schützenhilfe von «Nervs» Mutter, der «Hexe von Bogenhausen» (Claudia Michelsen) und kann sich mit ihr im komödiantischen Fach austoben.

    Grell und fantasieanregend ist wieder die Ausstattung, die deutliche Anleihen etwa beim «Elektrischen Reiter» oder Stanley Kubricks «A Clockwork Orange» nimmt. Die sexy Outfits der biestigen Biester und deren Querfeldein-Touren mit dicken Quad-Gefährten werden nicht allen Eltern gefallen, den Kindern und Jugendlichen schon.

    Ob es ein viertes Match der wilden Kerle geben wird, ist noch nicht klar. Nach Informationen des Verleihs müsste bereits in diesem Sommer mit einer weiteren Fortsetzung begonnen werden, denn die Darsteller werden auch nicht jünger. Ganz entscheidend dürfte sein, ob wie bei den beiden Vorgängerstreifen erneut die Millionenschwelle bei den Zuschauern gebrochen werden kann.

    dpa

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