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  • Kritik: "Im Auftrag des Teufels":

    Hamburg (dpa) - Der Teufel residiert am Ende dieses Jahrtausends in Manhattan, verdient viel Geld als Chef einer internationalen Anwaltskanzlei und hat größten Spaß daran, die Menschen zum Bösen zu verführen. Al Pacino verkörpert diesen modernen Luzifer in dem Thriller "Im Auftrag des Teufels" mit wahrhaft diabolischer Energie. Jungstar Keanu Reeves ("Speed") hat als ehrgeiziger Rechtsanwalt kein leichtes Spiel gegen diesen faszinierenden Bösewicht, der ihn auf seine Seite ziehen will.

    Eitelkeit, Ehrgeiz, Habsucht: Die schlechten Seiten des Menschen sind vielfältig. Der amerikanische Regisseur Taylor Hackford ("Ein Offizier und Gentleman") hat über die Versuchungen des Bösen einen Film gedreht, der wie ein konventioneller Justiz-Thriller beginnt und als surreales Monster-Spektakel endet. "Ich wollte, daß das Publikum den Teufel trifft und ihm ins Auge sieht", erklärt Hackford im dpa- Gespräch sein Konzept. "Dabei sollten die Horror-Elemente auf einem reduzierten, geschmackvollen Level gehalten werden."

    Das Ergebnis seiner Arbeit ist ein spannender, exquisit ausgestatteter Film, der aber doch zum Schluß viel von seiner Ernsthaftigkeit und Logik zugunsten überbordender Spezialeffekte verliert. "Ich hätte diese Geschichte auch ohne special effects drehen können", sagt Hackford. "Das wäre zwar interessant gewesen, aber eben ein normaler Film wie 'Wall Street' oder 'Die Firma'".

    "Im Auftrag des Teufels" schildert den Aufstieg des jungen Rechtsanwalts Kevin Lomax (Keanu Reeves), der noch nie einen Fall verloren hat. Zentrale Figur des Geschehens ist sein Kanzlei-Chef John Milton (Al Pacino), ein ebenso charismatischer wie zwielichtiger Meister der Manipulation. Er setzt alles daran, den Newcomer in seine luxuriöse Welt der Macht hineinzuziehen.

    Es ist zuerst Kevins hübsche Frau, die das teuflische Wesen dieses John Milton erspürt. Sie sieht, daß sich hinter den Gesichtern seiner Mitarbeiter höllische Fratzen verbergen, daß hier - im Zentrum der Macht und des Reichtums - Gefahren lauern. Aber es dauert lange, bis auch ihrem Mann, der zunächst vom zynischen Glamour seines Mentors geblendet ist, in einem der Realität vollkommen entrückten Showdown die Augen geöffnet werden.

    Als Pacino war Hackfords "erste Wahl" als Teufel: "Er ist Amerikas bester Schauspieler",sagt der Regisseur. "Er riskiert alles, er riskiert künstlerischen Selbstmord in jeder seiner Rollen." Er habe ausdrücklich keinen Sean Connery oder Robert Reford für diesen Part haben wollen, "sondern einen Mann, der die emotionale Wahrheit des Teufels verkörpern kann: Und die ist eben böse."

    Von Karin Zintz, dpa

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