40.000
  • Startseite
  • » Kritik: "Ich hab Dich lieb, Mami" sorgt für Gänsehaut
  • Kritik: "Ich hab Dich lieb, Mami" sorgt für Gänsehaut

    «Ich hab Dich lieb, Mami» - Dieser Ausspruch, der normalerweise jeder Mutter ein Lächeln aufs Gesicht zaubert, lässt Rachel Keller im Gruselfilm «Ring 2» erschaudern.

    Aus dem Mund ihres kleinen Sohns Aidan beweist diese Liebesbezeugung nämlich, dass Unheimliches vor sich geht: Samara, das kleine Mädchen, das bereits im Jahr 2002 in «Ring» seine Umwelt durch seine verstörenden geistigen Kräfte in den Wahnsinn trieb und deswegen von ihren Adoptiveltern in einen finsteren Brunnenschacht gestoßen wurde, ist zurück und hat von Aidan Besitz ergriffen.

    Eigentlich dachte man im ersten Teil bis kurz vor Schluss, dass alles eine gute Wendung genommen hat: Die untote Samara wird aus ihrem nassen Grab befreit und ihre Seele dadurch erlöst. Doch was Aidan - beunruhigend eindringlich gespielt vom zwölfjährigen David Dorfman - schon in «Ring» ahnt, bewahrheitet sich in «Ring 2». Die vermeintliche Rettung Samaras hat nämlich böse Folgen. Ihr Geist will zurück ins körperliche Leben und sucht zu diesem Zweck von Aidan heim. Rachel erkennt dies spätestens, als ihr Filius sie «Mami» nennt, wo er sie sonst doch nur mit ihrem Vornamen anspricht.

    Gute Kamera für düstere Atmosphäre

    Den Part der Journalistin Rachel übernahm wieder Naomi Watts, die demnächst auch in Peter Jacksons «King Kong» zu sehen ist. Wenn sie vor dem Riesenaffen genauso viel Angst zeigt wie vor der dämonischen Samara, kann Jackson zufrieden sein. «Ring 2»-Regisseur Hideo Nakata, der auch für die japanische Original-«Ring»-Trilogie verantwortlich zeichnete, schaffte es jedenfalls, Watts das Entsetzen und Grauen über das Geschehen überzeugend ausdrücken zu lassen.

    Mit «Ringu» zog Nakata 1998 das Interesse der Filmfans auf den so genannten J-Horror, Grusel aus Japan, der statt auf spritzendes Blut auf ausgeklügelte Storys setzt. So auch die amerikanische Variante, die dennoch ausreichend Schockeffekte vorweisen kann. Zur düsteren Atmosphäre von «Ring 2» trägt auch die sehr gute Kameraarbeit von Gabriel Beristain bei, der schon im zweiten und dritten Teil der Vampir-Reihe «Blade» hinter der Kamera stand. Seine Schwenks über die Landschaft im Nordosten der USA zeigen zwar die Schönheit der Natur, lassen aber auch erahnen, dass etwas nicht stimmt. Das cineastische Erlebnis wird abgerundet durch die schaurige Musik von Hans Zimmer.

    Story lässt nach

    Die Story von «Ring 2» lässt zwar im Vergleich zum ersten Teil nach, das kann aber auch daran liegen, dass der raffiniert konstruierte Hintergrund der Geschichte schon in «Ring» offenbart wird. «Ring 2»-Drehbuchautor Ehren Kruger blieb nur übrig, diesen aufzugreifen und möglichst originell weiterzuspinnen. In den US-Kinos stürmte die Fortsetzung sofort an die Spitze der Kinocharts und spielte bereits am Startwochenende 36 Millionen Dollar (27 Millionen Euro) ein.

    dpa

    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik
    Bettina Tollkamp

    Bettina Tollkamp

    Chefin v. Dienst

    E-Mail

    Abo: 0261/98362000

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Das Wetter in der Region
    Sonntag

    5°C - 9°C
    Montag

    3°C - 8°C
    Dienstag

    2°C - 6°C
    Mittwoch

    3°C - 7°C
    Anzeige
    UMFRAGE
    Thema
    Rock am Ring geht zurück

    Das Rockfestival findet 2017 nicht mehr in Mendig, sondern wieder am Nürburgring statt. Was sagen Sie zu diesen Neuigkeiten?

    Rhein-Zeitung bei Facebook
    Rhein-Zeitung bei Twitter
    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!