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  • Kritik: Hugh Grant zeigt sich von ganz neuer Seite - "Extrem...mit allen Mitteln"

    Frankfurt/M (AP) Ein Arzt soll den Menschen helfen. Aber darf er auch Menschen opfern, um Schwerkranken einen Weg aus ihrem Leid zu bannen? Um diese ethische Problematik dreht sich die Handlung des Medizinthrillers "Extrem...mit allen Mitteln", der ab 19. Dezember auch deutsche Zuschauer in Spannung versetzen wird.

    Der renommierte britische Regisseur Michael Apted hat einen handwerklich hervorragenden Film in Szene gesetzt, dessen Ende zwar absehbar, doch dessen Verlauf nie langweilig ist. Und es wird in "Extrem" ein bislang unbekannter Hugh Grant gezeigt, denn der englische Herzensbrecher muß diesmal ums nackte Leben kämpfen.

    Das ist nach etlichen Komödien eine ganz neue Herausforderung für Grant gewesen. Beschert hat ihm diese Rolle seine schöne Lebensgefährtin Elizabeth Hurley, die ihm offenbar längst seine öffentlich gemachtes Sexabenteuer mit jener Dame vom Straßenstrich in Los Angeles verziehen hat. Die ehrgeizige Hurley, bereits eine Schauspieler- und Modelkarriere vorweisend, legt mit "Extrem" ihre Debüt als Produzentin vor. Es ist zugleich das erste Kinowerk von Simian Films, der gemeinsamen Filmfirma von Hurley und Grant. An der Entwicklung des Films hat die 31jährige entscheidenden Anteil gehabt.

    Sie hat auch dafür gesorgt, daß die Rolle des Helden im Drehbuch von Tony Gilroy ganz auf Grant zugeschnitten wurde. Der war davon begeistert: "Genau das, was ich nach vier oder fünf Komödien hintereinander gesucht hatte." Und Hurley betont: "Hugh spielt sich in diesem Film viel mehr selbst, als er es je zuvor getan hat. Ich glaube, daß die Leute sehr überrascht sein werden, wenn sie Hugh in diesem Film sehen." Tatsächlich sah man den sympathischen Londoner noch nie so hilflos wie in den raffiniert den Zuschauer hinters Licht führenden Krankenhausszenen.

    Aber was ist der attraktivste Held ohne markanten Gegenspieler? Regisseur Apted, der bereits internationale Kinohits wie "Gorky Park" oder "Gorillas im Nebel" vorweisen kann, hatte das Glück, für diesen Part eine der hochkarätigsten Besetzungen aufzubieten, die derzeit überhaupt möglich ist: Oscar-Preisträger Gene Hackman. Der spielt den zwielichtigen Mediziner Dr. Myrick mit all der schauspielerischen Souveränität und Präsenz, die den 65jährigen Amerikaner auszeichnen. Hackman gestaltet seine Rolle doppelbödig, denn dieser Dr. Myricks ist ein idealistischer Wohltäter und skrupelloser Wissenschaftler zugleich.

    Eine andere Hauptrolle in "Extrem" spielt die New Yorker Obdachlosenszene. In deren Wohnverstecken in verlassenen U-Bahn- und Kanalisationsschächten muß der junge Luthan eine Mutprobe bestehen, die er fast mit dem Leben bezahlt. Regisseur Apted, ein vielfach preisgekrönter Dokumentarfilmer, hat faszinierende Bilder dieser fremden Welt auf die Leinwand gebannt. Und ganz unauffällig bringt der Brite damit auch eine Realität ins Bewußtsein, die Sternjahre entfernt ist vom Glitzer und Glamour Hollywoods. Dem amerikanischen Publikum behagte das offenbar nicht besonders, denn der Film hatte in den USA nicht den Erfolg, der er allemal verdient hätte.

    Von AP-Korrespondent Wolfgang Hübner

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