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  • Kritik: Hollywood-Actionkomödie nach bekanntem Muster

    Der Einbruch im nächtlichen Los Angeles ist minutiös geplant. Den wertvollen Diamanten holen die Gangster nur mit kleinen Verzögerungen, die im Actionfilm für Spannung sorgen, aus einem aufwendig gesicherten Safe. Leider stellt sich heraus, dass einer der Diebe ein richtiger Bösewicht ist.

    Er will nicht teilen und beginnt schon am Tatort mit der Beseitigung seiner Kumpane. Der clevere Miles Logan, dargestellt von Martin Lawrence, kann sich vor seinem lebensgefährlichen Kollegen retten. Er landet aber in den Armen der Polizei. Zuvor gelingt es ihm gerade noch, das prächtige Beutestück im Lüftungsschacht eines Rohbaus zu verstecken.

    Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis muss Miles zu seinem Entsetzen feststellen, dass in den fertigen Bau die Polizei von Los Angeles eingezogen ist. Um an seine Beute zu kommen, gibt er sich mit einem gefälschten Dienstausweis als Polizist aus, der nach L.A. versetzt worden ist. Miles wird zum mehrfach ausgezeichneten Supercop Malone. Sein Hauptaugenmerk gilt den Lüftungs- und Heizungsschächten im Dienstgebäude.

    Doch unerbittlich wird er im Außendienst eingesetzt. Malone, der nicht auf den Kopf gefallen ist und sich in der Welt des Verbrechens ein bisschen besser auskennt, löst einen versuchten Versicherungsbetrug. Als er einen großen Drogendeal aufdeckt, ärgert er das arrogante FBI, was ihn bei L.A.P.D. nur noch beliebter macht. Sein Aufstieg ist nicht aufzuhalten...

    Die Zeiten sind vorbei, in denen Schwarze als gutmütige Trottel durch amerikanische Filme stolperten. Der farbige Filmheld von heute kann sich durchsetzen. Ihm kommt in kniffligen Situationen ein flotter Spruch von den Lippen, er kann rasant Auto fahren und macht mit seiner unbändigen Energie Bleichgesichter neidisch. "Der Diamanten-Cop" könnte also ein Eddie Murphy-Film sein. Den begriffsstutzigen Detective Carlson mimt Luke Wilson, und der hat eine helle Haut. Dass Carlson am Ende doch gewitzter ist, als es die ganze Zeit den Anschein hatte, gehört zu den sympathischen Momenten des Films.

    "Der Diamanten-Cop" ist reines Mainstream-Kino für Multiplex und Popcorn. Der Actionkomödie fehlen jegliche Ecken und Kanten. Nirgendwo ein verstörendes Element, nie wird der vorhersehbare Ablauf auch nur kurz unterbrochen. Der Gesetzesbrecher Miles ist im Grunde schon immer der gute Malone gewesen. Ein Sympathieträger fürs Publikum, das sich gewiss nicht irritiert fühlen wird.

    Claus Wecker, AP

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