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  • Kritik: Herrlich leichte Sommerkomödie

    "Der Dummschwätzer" und "Ace Ventura - Ein tierischer Detektiv" haben sie schon gemeinsam abgedreht, jetzt setzt das Komödien-Dreamteam Jim Carrey und Tom Shadyac seine gemeinsame Arbeit fort. "Bruce Allmächtig" heißt ihr neuester Geniestreich, der sich durch temporeichen Witz und ein ideenvolles Drehbuch auszeichnet. Carrey kann darin an der Seite von Jennifer Aniston einmal mehr sein urkomisches Talent unter Beweis stellen, und Morgan Freeman gibt den wohl lässigsten Herrgott aller Zeiten ab.

    Bruce Nolan (Jim Carrey) ist das sympathisch-komische Gesicht eines lokalen Fernsehsenders in Buffalo, New York. Er hat seine herzallerliebste Freundin Grace (Jennifer Aniston), einen niedlichen Hund, eine hübsche Wohnung und im Grunde gar keinen Grund zur Klage. Und doch: Die Unzufriedenheit nagt an Bruce. Immer nur über Riesenkekse und andere Albernheiten berichten, macht den Ehrgeizigen nicht glücklich. Als die Position des Nachrichten-Frontmanns neu zu besetzen ist, wittert er seine Chance. Doch als ein schnöseliger Kollege ihm den Traumjob wegschnappt, rastet er aus: Vor laufender Kamera lässt er eine Schimpftirade auf den lieben Gott los.

    Mehr Busen durch Gottes Kräfte

    "Du bist derjenige, der gefeuert werden sollte", pöbelt er. Und ist nicht schlecht überrascht, als der Allmächtige persönlich, in Form eines Hausmeisters, vor ihm erscheint. Gott (Morgan Freeman) macht Bruce ein Angebot: Für eine Woche soll der Heißsporn seine Kräfte übernehmen, mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Bruce teilt also fortan seine Suppe, fängt den Mond mit einem Lasso, beeinflusst das Wetter und die Größe von Graces Brüsten, und kommt schließlich zum Wesentlichen: seiner heiß ersehnten Nachrichtenstelle.

    Was er dabei übersieht, sind die Gebete Hunderttausender, denn Bruce ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Dabei trampelt er ganz nebenbei auch auf den Gefühlen seiner Freundin herum. Als die ihn schließlich verlässt, geht Bruce endlich ein Licht auf - nur lässt sich Liebe eben auch mit Gottes Kräften nicht erzwingen.

    Manchmal hebt sich der moralische Zeigefinger

    Zugegeben: So ganz ohne moralischen Zeigefinger kommt Regisseur Shadyacs "Bruce Allmächtig" nicht daher. Immerhin lernt der Protagonist am Ende fast so etwas wie Demut - und beten noch dazu. Aber: Die wirklich spritzigen Dialoge sowie Carreys Gestik und Mimenspiel trösten vorzüglich darüber hinweg. Auch Jennifer Aniston kann als geduldige Freundin ihre Rolle als Sympathieträgerin festigen. Und Morgan Freeman gibt Gott herrlich menschliche Attribute. Alles in allem ist "Bruce Allmächtig" eine rundherum gelungene Komödie, von deren Format es nicht allzu viele gibt.

    Alexandra Pilz, ddp

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