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  • Kritik: "Heirat nicht ausgeschlossen"

    Die junge Amerikanerin Marcy fliegt nach Irland. Sie soll dort die irischen Vorfahren eines US-Senators ausfindig machen, für den sie als Wahlhelferin arbeitet. Was sie auf der grünen Insel erlebt, sind - wer hätte das gedacht - froh gelaunte, trinkende und singende Iren, derbe Späße, ein paar schöne Landschaftsaufnahmen und eine vorhersehbare Liebesgeschichte, die ab kommenden Donnerstag in der romantischen Komödie "Heirat nicht ausgeschlossen" im Kino zu sehen ist.

    Die Idee, die hart arbeitende Marcy (Janeane Garofalo) nach Irland zu schicken, hat der durchtriebene Berater des US-Senators. Nick (Denis Leary) hofft, daß sich das Erinnern an alte Familienwerte für seinen Boß ausschlachten läßt. In einem kleinen Fischerdorf soll Marcy die Vorfahren ausfindig machen. Niemand rechnet jedoch damit, daß Marcy ihre Nachforschungen ausgerechnet während des sogenannten Matchmaking-Festivals anstellen muß. The Matchmaker - so heißt der Film auch im Original - ist ein Ehestifter oder Kuppler.

    Während dieses Festes geht es drunter und drüber in dem irischen Nest. Dermont O'Brian, der örtliche Kuppler, läuft zur Hochform auf, ist es doch sein Job, für jeden den passenden Partner zu finden, und sei er noch so unattraktiv. Marcy, die hübsche Amerikanerin, kommt ihm wie gerufen, um sie als eine der heiratswilligen Damen anzubieten. Das Blöde ist nur, daß Marcy gar nicht mag. Sie ist zwar Single, hat aber nur ihren Auftrag im Kopf. Da muß schon ein irischer Dickschädel wie Sean (David O'Hara) ins Spiel gebracht werden. Dank seines herben Charmes, seiner frechen Promenadenmischung und einer wohlwollenden Intrige der Dorfkuppler überwindet Marcy ihre Abneigung, und sie entdeckt ihr Herz für den irischen Burschen.

    Das klingt nach Klischee - und das ist es auch. Nach Angaben des Produktionsteams wollte man "keine dieser weichgespülten Liebesromanzen" verfilmen. Leider aber ist genau das geschehen. Die irischen Dorfbewohner sind allesamt verschrobene, bärbeißige Typen mit einem großen Herz, die am liebsten Guinness trinken und traurige Weisen im Pub vortragen. Selbstverständlich halten sie vor den geschniegelten Amerikanern zusammen wie Pech und Schwefel, und - den Iren sei dank - entdecken Marcy und ihr Senator auch noch, was für ein fürchterlich dreckiges Geschäft die Politik doch ist.

    Daß "Heirat nicht ausgeschlossen" trotzdem nicht völlig mißlungen ist, verdankt der Film der erstklassigen Besetzung und einigen wirklich guten Gags. Sie versöhnen mit dem platten Inhalt und einigen irritierenden Wendungen im Verlauf der Geschichte. Bleibt noch die ausgesprochen schlechte Synchronisation, die einem den Genuß eines der wenigen durchweg positiven Elemente des Films vermiest, nämlich der schauspielerischen Leistung von Janeane Garofalo und David O'Hara.

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