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  • Kritik: Grant lässt als RetroPopper die Hüften kreisen

    Mit seinem Dackelblick hat Hugh Grant schon viele Herzen erobert. Auch in der Romantikkomödie «Mitten ins Herz - Ein Song für Dich» mimt der 46-Jährige den unbeholfen liebenswerten Verführer.

    Als abgehalfterter Popstar Alex Fletcher, der von seiner Glanzzeit in den 80er Jahren zehrt, hat er diesmal aber eher Erfolg bei Frauen um die 40. Da erinnert sich auf einmal die Popprinzessin Cora - angelehnt an Britney Spears - an ihr Idol aus Kindertagen und wünscht sich von ihm ein Lied für ihr neues Album.

    Doch diese Chance auf ein Comeback bringt den Musiker an den Rand der Verzweiflung, denn ausgerechnet seine musikalische Inspiration lässt ihn im Stich. Erst die eigenwillige Pflanzenpflegerin Sophie (Drew Barrymore), die Chaos in sein geordnetes Leben bringt, kann seine Ideen beflügeln und berührt obendrein noch sein Herz. Der Film von Regisseur Marc Lawrence («Ein Chef zum Verlieben») kommt am 8. März ins Kino.

    Die erste Hälfte des Films, für den Adam Schlesinger von der Popband «Fountains of Wayne» drei Songs geschrieben hat, macht Spaß. Grant («Tatsächlich Liebe») spielt den alternden Popstar Fletcher mit viel Witz und Ironie - eine wunderbare Parodie der Zeit, als Popduos wie Wham die Hitparaden stürmten.

    Wenn der Film in die 80er Jahre zurückblendet, als Fletcher und sein damaliger Partner noch als «PoP die Hitparaden stürmten, klingt die Musik nach George Michael und Andrew Ridgeley, aber auch nach Bands wie «Duran Duran». Das Musikvideo des Duos lässt kaum ein Klischee aus: Mit breit gepolsterten Schultern, Föhnwelle und Schminke im Gesicht kreisen Fletcher und sein Partner die Hüften, während im Hintergrund Schachbrettmuster und blinkende Herzen auftauchen.

    Grant hat sich auf diese Rolle voll eingelassen und nach eigenen Worten «ordentlich dick aufgetragen». Mit rouge-geschminktem Gesicht schwingt er exaltiert die Hüften und schlägt schmachtend die Augen auf, während er schwülstige Lieder singt wie «PoP! Goes my Heart». «Der Dreh für das Video hat wirklich Spaß gebracht», sagt Grant, der sich mit Klavier- und Gesangsunterricht darauf vorbereitet hatte.

    «Im Lauf der Zeit machte mir das sogar richtig Spaß. Mir war nicht klar, wie beruhigend das Klavierspielen wirken kann.» Sogar nachts setzte er sich ans Piano. «Schließlich fand ich meine Stimme wirklich göttlich - aber mit dieser Meinung war ich allein auf weiter Flur.» Doch irgendwann ist der Spaß am Retro-Look vorbei und der in Manhattan gedrehte Film verliert seinen Reiz, je näher er dem Ende zu geht.

    Die Mühe, die Alex Fletcher und Sophie beim Komponieren und Schreiben des Liedes für Cora Cormann aufwenden müssen, ermüdet nach einiger Zeit auch die Zuschauer - der Durchbruch des ungleichen Paares lässt auf sich Warten. Amüsante Szenen heitern aber auch diesen Part des Films auf.

    Cordula Dieckmann, dpa

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