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  • Kritik: Götz George in "Das Trio"

    Hamburg (dpa) - Wer Deutschlands Leinwand-"Macho" Nummer Eins einmal in einer ganz anderen Rolle sehen möchte, hat jetzt Gelegenheit dazu: In "Das Trio" spielt Götz George an der Seite von Christian Redl einen homosexuellen Taschendieb, der mit seiner Tochter und seinem Freund im Wohnmobil durchs Land reist, um vorsichtige Menschen ihrer Brieftasche zu berauben. Nicht immer gelingt es Götz George, in der für ihn ungewohnten Rolle zu überzeugen. Als sensibler, melodramatischer Film angelegt, wirkt "Das Trio" zeitweilig eher ein wenig langatmig.

    Götz George verkörpert Zobel, den Chef des Trios. Seine langjährige Beziehung zu Karl (Christian Redl) beginnt sich allmählich aufzulösen. Nachdem Karl bei einem Unfall verletzt wird und als dritter Mann des Ganovenbundes ausfällt, übernimmt der junge und attraktive Rudolf seinen Part. Nicht nur Zobel findet Gefallen an dem smarten Jungen, auch seine Tochter Lizzi (Jeanette Hain) verliebt sich in ihn - neue Schwierigkeiten für das Trio sind vorprogrammiert.

    Für Götz George ist es nichts Ungewöhnliches, auch mal einen Homosexuellen zu spielen. "Ich habe schon alles gespielt: Mörder, Helden, Liebhaber. Was fehlte, war nur noch ein Schwuler. Das war einfach ein weiterer Schritt in meiner Rollenfindung", sagt er. George verzichtete auf besondere Recherchen in der Szene: "Ich spiele die Dinge so, wie ich sie mir vorstelle. Um eine solche Rolle spielen zu können, muß ich nicht erst in ein Schwulenlokal gehen. Ich wollte vor allem vermeiden, daß die Figur des Zobel tuntig wirkt."

    Regie führte Hermine Huntgeburth, für die "Das Trio" die bisher größte Produktion ist. Leider gelingt es ihr nicht immer, dem Film wirkliches Kinoformat zu verleihen. Dagegen überzeugt Jeanette Hain, ebenfalls eine Newcomerin im Filmgeschäft, durch die sympathische und einfühlsame Darstellung von Zobels Tochter, die zwischen Vaterliebe und Unabhängigkeitsstreben hin- und hergerissen ist. Etwas schneller und witziger inszeniert hätte "Das Trio" die Pointen, die in der Geschichte stecken, vielleicht besser ausspielen können.

    Von Peter Zöttl, dpa

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