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  • Kritik: Geschichte ewiger Liebe

    Verliebte können sterben, die Liebe nie - so etwa könnte das Fazit von «The Fountain» lauten. Oder auch irgendwie anders. Denn der Film ist ein Rätsel.

    Drei mit einander verwobene Erzählstränge, die über ein tausend Jahre gespannt sind, fantastische Bilderwelten und immer die selben Schauspieler. Hugh Jackman und Rachel Weisz sind die Verliebten, für die es einfach kein Happy-End zu geben scheint.

    Im 16. Jahrhundert kämpft sich der Eroberer Tomas durch den südamerikanischen Urwald, um für seine Königin Isabel eine sagenhafte Quelle des Lebens zu finden. In unserer Zeit sucht der Wissenschaftler Tom Creo verzweifelt nach einer Medizin gegen die schwere Krankheit, an der seine Frau Izzi leidet. Izzi schreibt unterdessen ein Buch über die Abenteuer von Tomas im Urwald. 500 Jahre weiter in die Zukunft ist ein glatzköpfiger Tommy unterwegs durchs All in einer Glaskugel mit einem sterbenden Baum Namens Iz. Es geht jedes Mal um Liebe und Tod und die Suche nach der Quelle ewigen Lebens, ob es nur der «Baum des Lebens» der Maya, ein Jungbrunnen (daher auch der Titel «The Fountain») oder ein mystischer Weltraumnebel ist.

    Man hätte diese Geschichten sicherlich auch nacheinander erzählen können, aber Regisseur und Drehbuchautor Darren Aronofsky wäre das für seinen dritten Film nach «Pi» und «Requiem for a dream» zu einfach gewesen. Die Erzählung springt von einem Schauplatz zum nächsten, rastlos und auch fesselnd. Abgesehen davon besticht «The Fountain» mit wunderschön komponierten Bildern. Dabei muss man Aronofsky zu Gute halten, dass er nicht alle Rätsel auflöst und den Zuschauer auch nach Verlassen des Kinos noch grübeln lässt.

    Solche Fabeln bergen allerdings auch ihre Probleme. Da die Hauptfiguren letztlich nur Illustration für ein romantisches Ideal sein sollen, bleibt ihnen in welcher Geschichte auch immer nicht viel Raum zum Schauspielern. Jackman kämpft und leidet, Weisz strahlt Schönheit und Güte aus und leidet auch.

    Für den 37-jährigen Aronofsky, der schon nach nur zwei Filmen zum Visionär deklariert wurde, vergingen bis «The Fountain» lange sechs Jahre seit dem in Cannes gefeierten «Requiem for a dream». Ursprünglich sollten die Dreharbeiten bereits 2002 mit Brad Pitt und Cate Blanchett beginnen. Doch wenige Tage vor dem Start stieg Pitt wegen «künstlerischer Differenzen» aus. Aronofsky gab nicht auf und brachte sein Projekt Jahre später doch noch auf die Leinwand. Der Loyalität von Rachel Weisz konnte er sich beim zweiten Anlauf 100-prozentig sicher sein - schließlich ist sie im «echten» Leben seine Verlobte.

    Andrej Sokolow, dpa

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