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    Kritik: Gelungene ZombieKomödie

    Eine romantische Zombie-Komödie - da scheinen gleich drei Welten aufeinander zu prallen. Aber dem britischen Comedy-Duo Edgar Wright und Simon Pegg (der auch die Titelrolle spielt) gelingt mit «Shaun of the Dead» eine Mischung der Genres. Beide sind ein eingespieltes Team, das schon seit 1999 mit der TV-Sitcom «Spaced» begeisterte Kritiken einheimst.

    Für «Shaun of the Dead» braucht der Zuschauer dreierlei: einen strapazierfähigen Magen, einen ausgeprägten Sinn für schwarzen Humor und - gegebenenfalls - wasserfestes Make-Up, denn bei einigen Szenen schießen einem vor Lachen Tränen in die Augen.

    Der Titel «Shaun of the Dead» ist eine Hommage an den Zombie-Klassiker von George A. Romero, «Dawn of the Dead». Und so bewegen sich die Untoten bei Edgar Wright und Simon Pegg auch wie in den Filmen ihres Vorbilds. Gleich zu Beginn prophezeit der Elektrofachverkäufer Shaun (Simon Pegg) seiner mit ihm unzufriedenen Freundin Liz (Kate Ashfield): «Alles wird anders!» Und tatsächlich: Plötzlich ist London von Zombies bevölkert. Sein Spruch vom Vortag zum nervigen Nachbarjungen, «Du bist tot», bewahrheitet sich dann auch schneller, als es Shaun überhaupt mitbekommt.

    Die eigene Beziehungskatastrophe (Liz hat genug von ihrem einfallslosen und unzuverlässigen Lover) bewirkt, dass die Katastrophennachrichten (ganz London ist über Nacht in der Hand von Zombies) erst einmal unbeachtet an ihm vorbeiziehen. Das Leben ist eh schon seltsam genug. Erst, als die Untoten an seine Terrassentür klopfen, erwacht Shaun aus seiner Lethargie. Wahrscheinlich zum ersten Mal in seinem Leben entwirft er einen Plan: Sein Mitbewohner Ed (Nick Frost) und er werden die sich ihnen in den Weg stellenden Untoten köpfen und Shauns Mutter sowie seine (Ex-)Freundin retten. Mit einigen Mitstreitern verbarrikadieren sie sich in ihrer Stammkneipe, dem «Winchester». Dort kommt es dann zum Showdown.

    Rasante Naheinstellungen, Reiß-Schwenks, dramatische Musik- und Geräuscheinlagen sorgen für Dramatik und Grusel. Zwischen den Lachattacken zuckt man immer wieder erschrocken zusammen. Außerdem gibt es wirklich unappetitliche Szenen mit Eingeweiden und allem, was das Horror-Herz begehrt. Immerhin 800 Zombies geistern schließlich durch die Straßen Londons. Die Außenszenen wurden ausschließlich in London gedreht. Bei den Dreharbeiten gab es sogar Beschwerden, weil Kinder Angst vor den gruseligen Untoten bekamen. Aber so mancher Anwohner spielte dann schließlich spontan als Zombie mit.

    Was den Film vor allem auszeichnet, sind die Dialoge: «Shaun of the Dead» ist voller Wortspiele, die auch in der deutschen Übersetzung funktionieren und zeigen, dass die Komiker im Film und hinter den Kulissen keine dumpfen Sprüche-Reißer sind, sondern Spezialisten für echten britischen Humor. Obwohl der Regisseur und die Darsteller in Großbritannien zur Crème de la Crème der Fernseh- und Theaterzunft gehören, sind sie in Deutschland kaum bekannt. Das wird sich nach diesem Genre-Film sicher ändern.

    dpa

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