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  • Kritik: Gelungene Märchenparodie aus dem Computer

    Gelangweilt blättert der grasgrüne Waldschrat Shrek in einem Märchenbuch. Eine bildschöne Prinzessin hofft, von einem auserwählten Retter aus dem verwunschenen Zauberschloss befreit zu werden. "Darauf kann sie lange warten", murmelt er verächtlich und reißt die Seite heraus, um sich damit sein Hinterteil abzuwischen.

    Mit dem fantastischen Märchen-Abenteuer "Shrek - Der tollkühne Held" setzt die amerikanische Firma PDI/DreamWorks neue Maßstäbe in der Computer-Animation.

    Erfahrenes Team für die zauberhafte Fantasy-Fabel

    Nachdem das Hollywood-Studio bereits in "Antz" die Ameisen digital zum Krabbeln brachte, zeigt das animierte Film-Vergnügen "Shrek" nun erstmals menschliche Figuren, die komplett im Rechner kreiert wurden. Als Regisseure für diesen köstlichen Kino-Spaß zeichnen die gelernte Trickfilm-Zeichnerin Vicky Jenson und Andrew Adamson verantwortlich, der schon die visuellen Effekte für "Batman Robin" schuf. In den USA avancierte die zauberhafte Fantasy-Fabel mit Einnahmen von 215 Millionen Dollar (495 Millionen Mark/253 Millionen Euro) zum Kino-Hit des Sommers.

    Die Initial-Zündung zu "Shrek" gab der amerikanische Produzent John Williams, der vor sechs Jahren dem DreamWorks-Chef Jeffrey Katzenberg das gleichnamige Kinderbuch von William Steig zur Verfilmung vorschlug. Das Skript zu dem ambitionierten Animations- Abenteuer verfasste das "Antz"-Autoren-Team Ted Elliot Terry Rossio zusammen mit Joe Stillman und Roger S.H. Schulman.

    Prinzessin mit Kung Fu-Erfahrung

    "In 'Shrek' parodieren wir die klassischen Klischees, die oft in Märchen vermittelt werden", sagt die Regisseurin, "wonach Frauen stets schön sein und auf ihren Prinzen warten müssen". Hier hält sich die Prinzessin nicht an altmodische Spielregeln, sondern zeigt selbstbewusst ihre Künste als schlagkräftige Kung Fu-Kämpferin. "Es hat uns großen Spaß gemacht", ergänzt Adamson, "mit den Erwartungen des Publikums zu spielen".

    Um den grünen, schelmischen Sumpfbewohner Shrek, die zauberhafte Prinzessin und den geschwätzigen Esel auf der Leinwand zum Leben zu erwecken, entwickelten die Programmierer von PDI/DreamWorks die Software weiter, die bereits bei "Antz" zum Einsatz kam. Dazu gehört ein System, das die Emotionen und Gesichtsausdrücke der verschiedenen Figuren steuert. Dafür wurde nach anatomischem Vorbild ein Gesicht mit allen darunter liegenden Knochen und Muskeln entworfen und in das Computer-System übertragen.

    Gesichtsausdrücke der Sprecher aufgezeichnet

    Mike Myers, Eddie Murphy und Cameron Diaz leihen den drei Hauptfiguren im Original ihre Stimme. Wenn die Schauspieler ihre Dialoge aufnahmen, lief im Tonstudio immer eine Kamera mit. Die Gesichtsausdrücke und Gesten der Schauspieler dienten den Regisseuren als Referenz-Material.

    Anderthalb Stunden perfekte Unterhaltung

    "Im Vordergrund stand für uns jedoch die Story", betonen die beiden "Shrek"-Regisseure, denen es in ihrem Regie-Debüt spielend gelingt, die Lachmuskeln des Publikums dauerhaft zu strapazieren. Dabei bedienen sie sich nicht nur klassischer Stereotypen aus alten Märchen, sondern nehmen zugleich auch populäre Fernseh-Shows auf die Schippe. Mit diesem knallbunten Fantasy-Spektakel liefert DreamWorks perfekte Unterhaltung, die Kinder und Erwachsene neunzig Minuten lang in ihren Bann zieht.

    Birgit Heidsiek, dpa

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