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  • Kritik: Gefahr vom Mittelpunkt der Erde

    Aufgeschnitten sieht die Erde aus wie ein halber Pfirsich mit einem Kern in der Mitte. Der Kern besteht aus einem festen Mittelteil, um das eine flüssige Masse aus Eisen und Nickel rotiert.

    Wer einen Science-Fiction-Film drehen will, muss nur diese Rotation aus zunächst unerklärlichen Gründen stoppen und schon besteht höchste Gefahr. Der Weg ist frei für die ersten "Terranauten", die in diesem aufwendigen Film den Planeten, die Menschheit und die Zivilisation retten dürfen.

    Sechs großartige Schauspieler auf unbekanntem Terrain

    "The Core - Der innere Kern" schickt sechs großartige Schauspieler, darunter Oscar-Preisträgerin Hilary Swank ("Boys Don't Cry"), auf unbekanntes Terrain und mitten in eine mit Klischees überfrachtete Geschichte. "Glanzvolle Ungereimtheiten" befand die "New York Times" zum Kinostart in den USA, die "umwerfende Dummheit des Plots" kritisierte die "New York Daily News". Warum Hilary Swank sich gerade für dieses Drehbuch entschieden hat, ist schleierhaft. "Ich liebe Rollen, die mich herausfordern. Es hat mir noch nie so viel Spaß gemacht einen Film zu drehen. Ich finde die Story sehr klug gemacht", erklärte sie in New York.

    Swank als mutige Spaceshuttle-Pilotin

    Swank spielt NASA-Major Rebecca Childs, die sich ihre Sporen durch eine mutige Notlandung des Spaceshuttles nach einem fehlgeschlagenen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verdient hat. (Vergleiche mit dem Unglück der Columbia sind rein zufällig, da der Film schon vorher abgedreht war). Ihr zur Seite steht der jugendlich-attraktive Professor und Astrophysiker Dr. Josh Keyes (Aaron Eckhart).

    Er ist der Fachmann und demonstriert mit Bunsenbrenner und echtem Pfirsich, wie ernst die Lage ist: Die Flamme verwandelt die Frucht in eine verkohlte Masse. Weitere Nebenwirkungen des physikalischen Kern- Problems zeigen sich bereits. In Rom legt ein elektromagnetischer Sturm die antiken Schätze in Schutt und Asche. In Boston sterben auf einen Schlag 32 Menschen, weil ihre Herzschrittmacher versagen. In London verlieren Taubenschwärme ihre Orientierung und knallen in panische Menschenmassen. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf.

    "In drei Monaten sind wir wieder in der Steinzeit"

    "In drei Monaten sind wir wieder in der Steinzeit, in einem Jahr alle verschmort", prophezeit Keyes. Mit einer Mischung aus U-Boot und Rakete stoßen er und sein bunt gemischtes Team über 6000 Kilometer in das Erdinnere vor, um den Kern durch eine Reihe von Atomexplosionen wieder zum Rotieren zu bringen. Die dabei eingesetzten filmischen Specialeffekte sind gigantisch.

    Unterhaltsam - trotz einiger Ungereimtheiten

    "The Core" ist trotz einiger Ungereimtheiten unterhaltsam. Die Dialoge sind intelligent und stellenweise witzig im Angesicht der Gefahr. Am Ende stellt sich heraus, wer den Stillstand des Erdkerns verursacht hat: Die amerikanische Regierung, deren Experimente zum Bau einer neuen Superwaffe fehlgeschlagen sind. Ein Trost: Zumindest auf der Leinwand bringt die USA die Balance der Erde wieder ins Lot.

    Carla S. Reissman, dpa

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