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  • Kritik: "Flyboys" erleben eine Bruchlandung

    Da hätten wir sie wieder, die Stereotypen, wie sie in einem schlechten Drehbuch stehen: den romantischen Helden, den übermütigen Angeber, den traditionsbewussten Aristokraten, den diskriminierten Schwarzen. Dazu eine Liebesgeschichte, ein bisschen Gefahr, etwas Historie und eine Pathos versprühende Musik.

    Regisseur Tony Bill hat sich mit «Flyboys - Helden der Lüfte» der durchaus interessanten Geschichte um den Luftkampf im Ersten Weltkrieg gewidmet, daraus aber leider einen Film mit einem langweiligen Plot und blassen Figuren geschaffen.

    Es ist das Jahr 1916, seit zwei Jahren tobt der Erste Weltkrieg. Franzosen und Engländer liefern sich mit Deutschen grausame Grabenkämpfe. Die USA halten sich neutral im Hintergrund. Nur ein paar Amerikaner haben sich nach Europa aufgemacht, um die Alliierten zu unterstützen. Die Helden dieses Films treten freiwillig der «Lafayette Escadrille» bei, einer französischen Fliegerstaffel um Hauptmann Georges Thénault (Jean Reno) mit amerikanischer Besatzung - die Geschichte ist authentisch, das Geschwader war der Vorreiter, bevor die USA 1917 ihre Neutralität aufgaben.

    Im Mittelpunkt der recht spärlichen Handlung steht Blaine Rawlings (James Franco), ein Texaner, der seine Ranch verlässt und in den Krieg zieht. Zusammen mit seinen Kameraden lernt er Fliegen und das Schießen aus der Luft, bis es schließlich zum Ernstfall kommt. Die Kämpfe zwischen französischen und deutschen Fliegerstaffeln machen den Hauptteil des Films aus. Über die geschichtliche Dimension der Luftwaffe im Ersten Weltkrieg selbst, sowohl auf Alliiertenseite als auch auf Seite der Deutschen, erfährt man kaum etwas.

    Der Film dreht sich vornehmlich um die amerikanischen «Helden der Lüfte», ihren sportlichen Ehrgeiz und ihren spielerischen Umgang mit dem Krieg - die Jagdflugzeuge werden zum Beispiel mit aufwendigen individuellen Motiven bepinselt. Ferner geht es um Ängste, um Trauer und, nicht zu vergessen, um ein Tête-à-tête mit hübschen Französinnen. Das Drehbuch stammt von David Ward, der immerhin schon Klassiker wie «Der Clou» und «Schlaflos in Seattle» geschaffen hat.

    Im Herbst bekommt der Film Konkurrenz, wenn das deutsche Pendant in die Kinos kommt: Regisseur und Drehbuchautor Nikolai Müllerschön nimmt in «Der rote Baron» die Geschichte um den preußischen Jagdflieger Manfred von Richthofen (gespielt von Matthias Schweighöfer) ins Visier. In weiteren Rollen werden in dem knapp 20 Millionen Euro teuren Film Til Schweiger und Joseph Fiennes zu sehen sein.

    Susanne Schmetkamp, dpa

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