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  • Kritik: Flutspektakel "Hard Rain"

    Hamburg - Mitreißende Verfolgungsjagden inmitten einer Flutkatastrophe sind das Herzstück des Actionthrillers "Hard Rain". Morgan Freeman, Christan Slater und Minnie Driver kämpfen in den unberechenbaren Fluten um eine Menge Geld - und um ihr Leben. Das Hochwasserdrama kommt nach durchwachsenem Auftakt in den USA am 16. April auch in die deutschen Kinos. Pausenlos niederprasselnder Regen läßt in dem Film den Wasserpegel unaufhaltsam ansteigen und bildet Wassermassen, vor deren Kraft der Mensch kapitulieren muß.

    Die Bewohner von Huntingburg sind fast alle evakuiert - für zwielichtige Gestalten der ideale Moment, um sich an fremdem Besitz zu bereichern. So werden der junge Geldtransportfahrer Tom (Slater) und der alternde Dieb Jim (Freeman) zu Gegenspielern. Jim hat seine Komplizen, während Tom drei Ordnungshüter und Kirchenrestauratorin Karen (Driver) als Verbündete gewinnen kann.

    Zwar erscheint die Grundannahme, daß der mit seinem Job unzufriedene Tom das Eigentum der Bank mit seinem Leben verteidigen würde, von der filmischen Logik her nicht ganz wasserdicht, doch Drehbuchautor Graham Yost und der dänische Regisseur Mikael Salomon machen diesen Stolperstein schnell durch die erste und packendste Action-Sequenz vergessen. Dabei hetzen die Gangster Tom per Jet-Ski durch die überfluteten Gänge einer Schule.

    Für drei Millionen Dollar "Altersruhegeld" nehmen die Ganoven eine Menge tödlicher Gefahren in Kauf. Weder die durch umkippende Strommasten elektrifizierte Wasseroberfläche noch die Sirene, die vor dem Bruch des Staudammes warnt, können Jim und seine Kumpane von der Jagd auf Tom und Karen abbringen. Das schweißt die beiden jungen Leute zu einem echten Team zusammen. Mehrfach retten sie sich gegenseitig das Leben.

    Gedreht wurde "Hard Rain" zum größten Teil in einem gigantischen Wassertank mit 50 nachgebauten Gebäuden. Trotzdem halten sich die Faszination der technischen Umsetzung der Naturgewalten und der menschliche Aspekt der Geschichte die Waage. Tom und der Zuschauer werden vom Wandel der Charaktere um ihn herum überrascht. Außer Karen scheint jeder der Beteiligten sein wahres Gesicht hinter einer Maske zu verbergen. Insbesondere das nuancenreiche Spiel Morgan Freemans, der trotz seiner 60 Jahre wie die anderen Schauspieler viele Drehtage lang hüfttief im kalten Wasser stand, verleiht diesem Wechselspiel Glaubwürdigkeit.

    Silvia Seipel, dpa

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