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  • Kritik: "Flubber" - perfekte Tricktechnik und doch ein angenehm altmodischer Film

    Phillip Brainard (Robin Williams) ist der Prototyp des vergeßlichen Professors - schon zum dritten Mal hat der brillante Chemiker die Hochzeit mit seiner heißgeliebten Kollegin Sara (Marcia Gay Harden) vom Medfield College verschwitzt. Diesmal hat er aber eine triftige Entschuldigung: In seinem Kellerlabor ist ihm mit Hilfe seiner Roboterassistentin Weebo die Entdeckung einer geheimnisvollen Masse geglückt - grasgrün, pfeilschnell und springlebendig. "Flubber" tauft er seine Kreation, deren verblüffende Eigenschaften schon bald neidische Konkurrenten auf den Plan locken.

    Wie ein Riesengummibärchen sieht Flubber aus, und die grüne Substanz ist der unbestrittene Star des gleichnamigen Disney-Films, der am kommenden Donnerstag in die Kinos kommt. Flubber ist nämlich ein erstaunliches Energiebündel. Man muß es nur an irgendetwas drankleben, und schon geht die Post ab: Müde Basketballspieler erreichen auf einmal mühelos das Hallendach, Golfbälle springen in den Himmel und Autos können fliegen.

    Die Entdeckung kommt gerade zur rechten Zeit, denn das College braucht dringend Geld, um die drohende Schließung noch abzuwenden. Leider ist jedoch Brainards fieser Kollege Wilson (Christopher McDonald) sowohl hinter Sara als auch dem Flubber her. Er scheut sich nicht, mit dem steinreichen Chester Hoenicker (Raymond Barry) zusammenzuarbeiten, der dem College den Geldhahn zudrehen will, weil er mit den Noten seines Sohnes nicht zufrieden ist.

    Die Handlung folgt einem bewährten Strickmuster und der Ausgang ist vorhersehbar. Dennoch ragt der Film aus der Masse ähnlich gemachter Familienstreifen hinaus, weil er nicht nur gut besetzt ist, sondern ganz auf die Ausstrahlungskraft des eigentlichen Helden setzt: Des Flubbers, der wie ein Wackelpudding unter Strom durch den Film flitzt und noch der trägsten Bowlingkugel eine ungeahnte Dynamik verleiht.

    "Flubber" ist ein Beispiel dafür, wie perfekte Computeranimation in einem Film eingesetzt werden kann, ohne diesen zum bloßen Technikspektakel verkommen zu lassen. Dazu trägt vor allem die abwechslungsreiche Dramaturgie bei, die neben den zahlreichen tricktechnischen Feuerwerken Platz läßt für eine nahezu behäbig erzählte Geschichte. Robin Williams, der sich in jüngster Zeit durch manch mittelmäßige Komödie grimassiert hat, nimmt sich hier erfreulich zurück und spielt den vertrottelten Professor auf eine sympathische, jungenhaft-verschmitzte Art.

    Ein weitere Stärke ist die geschickte Kombination von modernster Technologie und altertümlich anmutenden Requisiten. Die zweite unbeseelte Heldin des Films, Roboterassistentin Weebo, sieht aus als käme sie direkt von der "Raumpatrouille Orion". So ist "Flubber" trotz aller modernen Technik ein angenehm altmodischer Disney-Film geworden - genau das richtige für einen verregneten Sonntag im Kino mit der ganzen Familie.

    Ralf Neukirch, AP

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