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  • Kritik: "Flubber":

    London (dpa) - "Flubber" ist eine giftig-grüne Gummimasse voller Energie und Launen. Je nach Lust verfestigt sie sich fröhlich hüpfend, oder pfeift schnell und böse wie eine Gewehrkugel durch die Luft. Flüssig dehnt sie sich wie eine Sprungfeder, nimmt weiche organische Formen an oder explodiert in tausend Einzelteile. "Flubber" steht für "flying rubber" (fliegender Gummi) und ist an der Seite seines Erfinders - Robin Williams als Professor Brainard - der absolute Star des Familienfilms aus dem Hause Disney.

    Als bewährter Darsteller in Lehrer- und Professorenrollen seit dem "Club der toten Dichter" verkörpert Robin Williams ("Mrs. Doubtfire") den total versponnenen Professor. Der ist so überwältigt von seiner Erfindung, daß er sogar seinen eigenen Hochzeitstermin vergißt - zum dritten Mal. Zu der Rolle verleitet hat Williams - neben der Ermunterung seines Sohnes - die "Faszination für Wissenschaft". "Mein Bruder hat einen Doktor in optischer Physik, und er ist genauso zerstreut", verrät Williams augenzwinkernd im Pressegespräch seine persönliche Inspiration. "Er kann sich derart auf eine Idee fixieren und merkt dabei nicht, daß er gar keine Hose an hat."

    "Flubber" ist ein Remake des Disney-Klassikers "Der fliegende Pauker" (1960) und bricht dank fantastischer Computeranimationen sämtliche Gesetze der Physik. In der Originalversion "hüpfte eigentlich nur dieser schwarze Fleck über den Bildschirm", erinnert sich Williams. "Jetzt ist es ein eigenständiges Wesen." Ebenso eigenständig wie "WEEBO", eine schwebende Computerkugel, die Brainard hingebungsvoll Haushaltshilfe und Hund zugleich ersetzt - und total in ihren Meister verknallt ist. Sie äußert "Gefühle" auf einem aufgeklappten Bildschirm mit Szenen aus Filmklassikern.

    Und die Geschichte der Komödie in der Regie von Les Mayfield? Der naive Professor versucht, seine vergraulte Braut zurückzugewinnen, die mittlerweile von einem zudringlichen Nebenbuhler umworben wird. Weil Flubber, die unerschöpfliche Energiequelle, Wunderdinge möglich macht, gelingt ihm auch dies. Der Verstoßene vermarktet sein Patent und rettet damit das in Finanznot geratenen College, deren Rektorin die Dame seines Herzens (Marcia Gay Harden) zufällig ist.

    In typischer Slapstick-Manier setzt Produzent und Drehbuchautor John Hughes ("Kevin - Allein zu Haus") die überraschenden Eigenschaften von "Flubber" in komisch chaotischen Spezialeffekten in Szene. Einer der Höhepunkte ist eine Tanznummer, in der sich unzählige kleine Flubber-Babys elastisch-wippend zu einem kunstvollen Mambo formieren, als der Professor gerade einmal außer Haus ist.

    Eingeriebenen Fäusten verleiht die Gummimasse ungekannte Schlagkraft, Turnschuhe bringen auch den schmächtigsten Träger zum Fliegen. Die Fliegerei hat Robin Williams großen Spaß gemacht, wie überhaupt der ganze Film: "Mann, das ist kein Stunt, sondern ein wirkliches Abenteuer", staunte er über die Kraft der Hebebühnen im Studio. "So viele Flugmeilen habe ich lange nicht mehr gesammelt!"

    Marina Zapf, dpa

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