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  • Kritik: Flacher Horror mit Urängsten

    Horror-Filme wollen gemeinhin das Gruseln lehren. Der Tod verfolgt das Publikum auf Schritt und Tritt, die Zuschauer bangen um die Helden und hoffen auf den Triumph des Bösen über das Gute. Wenn das Spektakel aber nach einem dramatischen Auftakt schnell durchsichtig wird, bleibt die Spannung auf der Strecke. In diese dramaturgische Falle ist auch Regisseur David Ellis mit seinem Teenie-Schocker "Final Destination 2" getappt.

    Die Fortsetzung des Horrortrips um eine Flugzeugkatastrophe aus dem Jahr 2000 ereignet sich auf dem Highway. Im ersten Teil verließ eine Gruppe von Schülern die Maschine kurz vor dem Start, weil eine Elevin deren Absturz visionär vorhersagt - in dem aktuellen Streifen sieht Protagonistin Kimberly Corman (A.J. Cook) eine Reihe von tödlichen Unfällen voraus und kann für viele Beteiligte deren scheinbar unvermeidliches Schicksal zunächst abwenden.

    Visionen von der Feuerkatastrophe

    Kimberly will mit drei Freunden in die Ferien fahren. Auf dem Highway 23 verliert ein Holztransporter seine Fracht. Die von dem Lastwagen fallenden Baumstämme lösen ein flammendes Inferno aus, in dem scheinbar zufällig zusammengewürfelte Menschen einen grausamen Tod erleiden - doch das Ganze entpuppt sich als Vision Kimberlys. Diese hat ihren Wagen auf der Auffahrt des Highway gestoppt, wo sich das Unglück vor ihrem inneren Auge abspielt.

    Im Stau hinter ihr reihen sich die Autofahrer, die in ihrer Vision umkommen. Den herbeigeeilten Polizisten Thomas Burke (Michael Landes) warnt Kimberly vor der bevorstehenden Katastrophe. In dem Moment wird ihr Alptraum Wirklichkeit. Der Holztransporter passiert die Auffahrt und löst den Unfall aus. Ein nachfolgendes Fahrzeug rammt Kimberlys Auto und reißt ihre drei Freunde in den Tod.

    Besuch bei der Überlebenden aus Teil Eins

    Der Crash ist schonungslos gedreht. Er schildert schockierend realitätsnah das Grauen von Massenkarambolagen auf der Autobahn. Auch die überraschende Wendung verfehlt ihre Wirkung nicht. Das Publikum kann auf einen spannenden Thriller mit intelligenten Überraschungen hoffen - aber dann hastet der Streifen von einem angedeuteten oder tatsächlichen Unglück zum nächsten, ob im Auto, beim Zahnarzt oder im Krankenhaus.

    Der Tod ist vorherbestimmt, will der Regisseur dem Publikum vermitteln, aber man kann ihm dennoch ein Schnippchen schlagen. Dafür ist Kimberly die geeignete Protagonistin, denn die Trauer um ihre vor einem Jahr gestorbene Mutter hat ihr die Kraft verliehen, den Tod nicht als unausweichliches Schicksal zu akzeptieren. So sucht sie die einzige Überlebende des ersten - von Regisseur James Wong gedrehten - Gruselfilms auf, die sich aus Angst vor dem Tod in ein Sanatorium geflüchtet hat. Clear Rivers (Ali Larter) soll ihr helfen, dem Tod zu entrinnen.

    Starker Anfang, schwacher Rest - und ein dritter Teil ist wahrscheinlich

    Nach der technisch brillant umgesetzten Katastrophe auf dem Highway verflacht der Film in eine Kette von Unfällen, die beim Publikum Ermüdungserscheinungen auslöst. Ob das Unglück nun sofort seinen Lauf nimmt, oder zunächst abgewendet wird, um dann später einzutreten, vermag die Spannung nicht zu steigern. Auch zu gekünstelt eingesetzte komische Szenen tragen wenig zum Unterhaltungseffekt bei. Am Ende ist zumindest eines klar: Ein dritter Teil von "Final Destination" ist möglich.

    Michael Winckler, ddp

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