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  • Kritik: Film von und mit Maria Schrader und Dani Levy

    Susann HusterEs ist eine schicksalhafte Begegnung: Als die deutsche Jüdin Lena Katz in einem New Yorker Krankenhaus auf den amerikanischen Juden David Fish trifft, ahnt sie nicht, daß ihre Familien eng miteinander verknüpft sind.

    Sie findet Davids Mutter schwerverletzt in einem Hotel und begleitet die Unbekannte in die Notaufnahme. Dort begegnet sie David, und die beiden verbindet sofort eine magische Anziehung. Als seine Mutter stirbt, will David mit Hilfe des Anwalts Kaminski die Todesursache aufklären.

    Der findet heraus, daß der Mädchenname der Verstorbenen sich mysteriöserweise mit dem von Lenas Mutter deckt. Je mehr Details über ihre beiden verzwickten Familiengeschichten ans Licht kommen, desto größer wird die Kluft zwischen Lena und David. Sie wird selbst zur Täterin und läßt in Kaminskis Büro Beweismaterial verschwinden, um die gefürchtete Wahrheit über ihre Familie zu vertuschen. Schließlich sitzt sie doch mit David im Flugzeug nach Deutschland, um alle Rätsel und Lügen der Vergangenheit aufzudecken.

    Dort wird Kaminskis Wahrheit zur traurigen Gewißheit: Lenas Mutter hat einst als kleines Mädchen ihre jüdische Freundin, Davids Mutter, vor der Deportation bewahrt. Ruth Goldberg, Davids Mutter, gelang mit dem deutschen Paß ihrer Freundin die Flucht nach New York. Lenas Familie nahm nach dem Krieg die Identität der jüdischen Familie Goldberg an und entging so einer Verurteilung. Jahrzehnte danach soll die Wahrheit doch noch ans Licht kommen. Die Reise nach Deutschland stellt die Liebe auf eine harte Probe. Doch Lena und David wollen den Verbrechen der Vergangenheit ins Gesicht sehen.

    Der Film "Meschugge" erzählt ein frei erfundenes, brisantes Stück deutscher Geschichte. Die in englischer Sprache gedrehte Produktion setzt sich auf moderne Art mit diesem heiklen Thema auseinander, ohne auf den Zuschauer belehrend oder beklemmend zu wirken. Maria Schrader und Dani Levy, die Regie und die beiden Hauptrollen übernommen haben, verbinden dies mit einem spannenden Kriminalstück, dessen endgültige Aufklärung bis zum Schluß auf sich warten läßt. Vom 11. März an ist der mehrfach bereits angekündigte, durchaus sehenswerte Film um Abgründe der Vergangenheit, Leidenschaft und Liebe un unseren Kinos endlich zu sehen.

    Susann Huster, AP

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