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  • Kritik: Fieser Mörder auf der Pirsch:

    Seit Altmeister Wes Craven das Genre mit "Scream" wiederbelebte, folgt ein Horrorfilm nach dem anderen. Auch US-Regie- Neuling Jamie Blanks reitet mit "Düstere Legenden" auf der Grusel- Welle. Vom 4. Februar an geht sein fieser Mörder auch auf deutschen Leinwänden auf die Pirsch.

    Wer kennt sie nicht, die angeblich wahren Schauergeschichten, bei denen es einem eiskalt den Rücken hinunterläuft und die Jugendliche von Generation zu Generation weitergeben? Fast immer steckt eine Moral dahinter. Ein erhobener Zeigefinger warnt vor Sex, Alkohol und anderem bedenklichen Teenie-Verhalten - durch Androhung eines schrecklichen Todes. Daß eine Reihe dieser "Düsteren Legenden" das Schema sind, dessen sich ein Campus-Mörder bedient, erkennt Studentin Natalie (Alicia Witt). Fortan darf der Zuschauer mit ihr raten, wer der Psychopath ist, der die modernen Volksmärchen in blutige Realität umsetzt.

    Nicht nur Natalies zahlreiche Kommilitonen machen sich verdächtig, auch das wunderliche Hausmeister-Faktotum (Julian Richings) und der verrückte Professor Wexler (Robert Englund, bekannt als Freddy Krueger-Darsteller) kommen als Täter in Frage. Dementsprechend hoch ist der Blutzoll, denn aus dem Kreis der Verdächtigen scheidet nur aus, wer selbst zum Opfer wird.

    Eines der ersten ist Damon (Joshua Jackson). Bei einem gemeinsamen Ausflug versetzt ein unheimlicher Unbekannter, dessen Gesicht durch eine Kapuze im Verborgenen bleibt, Natalie in eine solche Panik, daß sie an Damons Tod mitschuldig wird. Während der Mörder beim nächsten Mal mit der Axt zuschlägt, schläft Natalie nur wenige Meter von ihrer Zimmergenossin Tosh (Danielle Harris) entfernt, deren ausschweifendes Sexualleben und leichtsinnige Vertrauensseligkeit gegenüber ihrem ominösen Chat-Partner so unbarmherzig bestraft werden. Der coole Redakteur der Unizeitung (Jared Leto), die kesse Sasha (Tara Reid), die im College-Radio Sextips gibt, oder der College-Direktor (John Neville) - wer ist als nächster dran?

    Die erzählten Legenden sind durchaus interessant, doch die Originalität des Ablebens der Opfer läßt nach der Hälfte der Todesfälle zu wünschen übrig. Wirklich gruselig ist leider nur die Eingangsszene, später soll der Einsatz von angsteinflößender Musik das Fehlen beklemmender Atmosphäre und die vorwiegend mageren schauspielerischen Leistungen wettmachen. Zudem zögern Regisseur Blanks und Drehbuchautor Silvio Horta das Ende mit künstlichen Irrwegen ärgerlich lange hinaus.

    Silke Weiss, dpa

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