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  • Kritik: FantasyAbenteuer zweier Außenseiter

    Von Freundschaft, Mut und der Kraft der Fantasie handelt dieser kurzweilige Abenteuerfilm. In den USA mauserte sich «Die Brücke nach Terabithia» bereits zum Hit an den Kinokassen.

    Viele Zuschauer dort kennen die Geschichte, die in Deutschland unter dem Titel «Die Brücke in ein anderes Land» erschienen ist, schon als Schullektüre. Drehbuchautor David Paterson übertrug den preisgekrönten, 1978 erschienenen Roman seiner Mutter Katherine Paterson in die Gegenwart.

    Die Nachbarskinder Jess (Josh Hutcherson) und Leslie (AnnaSophia Robb), beide elf Jahre alt, haben es nicht leicht. Ihre Eltern sind zu beschäftigt, um sich um sie zu kümmern. Während Jess' Mutter ganz von seinen vier Schwestern vereinnahmt wird, sind Leslies Eltern ins Schreiben von Romanen vertieft. In der Schule sehen sich beide den Boshaftigkeiten ihrer Mitschüler ausgesetzt. Ausgerechnet als Jess sich Anerkennung als schnellster Läufer erhofft, gewinnt das einzige Mädchen das Wettrennen: Leslie.

    Nicht nur die Außenseiterrolle verbindet sie: beide haben viel Fantasie und eine kreative Begabung. Gemeinsam mit Leslie entdeckt der introvertierte Jess die Fantasiewelt Terabithia. Um dorthin zu gelangen, müssen sich die Kinder todesmutig mit einem Seil über einen Fluss hangeln. Auf der anderen Seite werden sie zu den Herrschern von Terabithia und kämpfen dort zusammen mit den magischen Waldbewohnern gegen dunkle Fantasiewesen.

    Ein wichtiger Schritt in Jess' Entwicklung wird gleichzeitig zum tragischen Wendepunkt. Während er mit der geliebten Lehrerin Miss Edmunds, gespielt von Zooey Deschanel, zum Museumsbesuch in die Stadt fährt, zieht es Leslie allein über den Fluss nach Terabithia. Von da an muss Jess seinen Weg selbst finden.

    Regisseur Gabor Csupo zeigt glaubhaft die Probleme der Kinder auf dem Weg zum Erwachsenwerden: Eifersucht auf Geschwister, Erwartungen der Eltern, Mobbing in der Schule. Lichtblicke im Alltag bieten Jess' und Leslies Ausflüge nach Terabithia und der Musikunterricht mit Miss Edmunds. Ihre Abenteuer in der Fantasiewelt sind auch für die Zuschauer unterhaltsam.

    «Unser Ziel war klar: Wir wollten etwas ganz besonderes schaffen, indem wir zwei entscheidende Elemente zusammenbringen: eine sehr emotionale und eine absolut fantastische Ebene», sagt Produzent Hal Liebermann. Das ist in diesem Fall gelungen. Die Spezialeffekte und Fantasiekreaturen stammen von den Animationsexperten der digitalen Trickschmiede «Weta Digital», die schon die «Herr der Ringe»-Trilogie und den ersten Teil der «Chroniken von Narnia» zu einem Bildspektakel veredelt haben.

    Robert Patrick, der zuletzt in «Flags of our Fathers» und «Walk the line» zu sehen war, überzeugt als Vater, der offene Anerkennung und Liebe für seinen Sohn erst langsam entwickeln kann. Jess' kleine Schwester, gespielt von der siebenjährigen Bailee Madison, trägt auf erfrischende Weise zum Bau der «Brücke nach Terabithia» bei.

    Katrin Peters, dpa

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