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  • Kritik: Eraser

    US-Marshall John Kruger (Arnold Schwarzenegger) schützt bedrohte Kronzeugen für das FBI und verschafft ihnen eine neue Identität. Als die Wissenschaftlerin Lee (Vanessa Williams) einen Handel mit hochmodernen elektromagnetischen Waffen zwischen einer US-Firma und der Russenmafia aufdeckt, wird Krugers Aufgabe doppelt schwierig: Denn Krugers Vorgesetzter (Jamers Caan) hat den Waffenhandel eingefädelt und nutzt nun das halbe FBI, um Kruger samt Zeugin zu beseitigen. Das führt zu Blechschäden, Todesfällen und unweigerlich zum Sieg des Guten.

    Wird Arnold nostalgisch? In "Eraser" knüpft Schwarzenegger an seine filmischen Wurzeln wie "Phantom-Commando" (1985) oder "Red Heat" (1988) an - solide und harte Actionfilme, die eher für die Videothek als fürs Kino gedreht schienen.

    Schon im Vorspann von "Eraser" streift er sich eine kugelsichere Weste über und stiefelt fortan stoisch über Trümmer- und Leichenberge - ganz so wie damals, als Schwarzenegger noch nicht der gute Onkel Arnie für die Familienunterhaltung war, mit George Bush posierte und unlustige Komödien wie "Junior" drehte. Die Handlung, die sich immerhin drei Autoren einfallen ließen, ist bestens überschaubar. Bekannte Versatzstücke wie das düstere Komplott höchster Politiker oder der Betrug des Mentors an seinem Schüler werden nicht gescheut, aber immerhin erspart der Film den Figuren eine Romanze und dem Zuschauer psychologische Hintergründe, die im Actionfilm meistens ebenso peinlich wie störend sind. Man erfährt über den Helden Kruger nichts - abgesehen natürlich davon, daß er "der Beste" ist.

    Was zählt, ist die über 70 Millionen Dollar teure Action: Schwarzenegger hängt an einem Düsenjet, springt ohne Fallschirm ab, tritt einem Krokodil auf die Nase und verteilt enorme Kopfnüsse. Das ist rasant gemacht und tricktechnisch zum Teil gut gelungen - abgesehen von den Krokodilen aus dem Computer, die dem Stand der Technik um einige Jahre hinterherhinken.

    Doch allzu aufregend wird es trotz Dauerexplosion nicht. Die Kollegen Sylvester Stallone oder Steven Seagal wären mit diesem Schützenfest gut bedient - aber Schwarzenegger hat mit "True Lies" (1994) und besonders "Terminator 2" (1990) die Meßlatte für spektakuläre Action so hoch gehängt, daß "Eraser" vergleichsweise zahm wirkt. Immerhin versöhnt das Finale, in dem Schwarzenegger als verkörperlichte Macho- und Manneskraft-Phantasie eine Hafenanlage dem Erdboden gleichgemacht - in jeder Hand die wohl größte Handfeuerwaffe der Filmgeschichte. Da ist die Welt für Arnold und seine Freunde wieder in Ordnung.

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