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  • Kritik: Einen Gangster packt der Familiensinn

    Nervig: hektische Schnitte, weiße Blitze und anderer Schnickschnack

    Es sei denn, man möchte zusehen, wie das Muskelpaket durch eine wirre Geschichte tappt, dabei diverse Leute verprügelt und nie eine Miene verzieht.

    In "Get Carter" finden wir Stallone in Las Vegas wieder, wo er als Geldeintreiber Jack Carter für Mafiabosse einem Schuldner des Casinos die Knochen bricht. Doch schon nach wenigen Filmminuten muss Carter in seine Heimatstadt Seattle aufbrechen, wo der nach einem angeblichen Alkoholunfall gestorbene Bruder beigesetzt wird. Bei der Beisetzung wird er von der Familie zurückgewiesen, weil der Gangster sich fünf Jahre nicht hatte blicken lassen.

    Carter will mehr wissen über den mysteriösen Tod und fängt an zu graben. Er stößt auf einen alten Unterwelt-Bekannten (Mickey Rourke), der ein Internet-Pornounternehmen führt, einen schmierigen Barbesitzer (Michael Caine) und einen jungen Computer-Mogul (Alan Cumming) mit schlüpfrigen Freizeitvergnügen. Dem Drehbuchschreiber David McKenna ist es allerdings nicht gelungen, diese Figuren in eine halbwegs Sinn machende Verbindung zu bringen.

    Stattdessen bleiben sie bizarre Gestalten, zwischen denen Carter herumirrt. Stallone versucht, der Gestalt des einsamen Rächers so etwas wie Verzweiflung zu verleihen, scheitert aber auf der ganzen Linie. Dankbar nimmt der Zuschauer die kurzen Szenen etwa mit dem grandiosen Michael Caine an, der selbst beim Schleppen einer Whiskykiste noch mehr Ausstrahlung hat als Stallone. Für Caine ist es eine Wiederbegegnung mit dem Stoff, 1970 hat er in einer britischen Verfilmung des gleichen Romans Carter verkörpert.

    Ebenso ärgerlich wie die Holterdipolter-Geschichte sind die ewigen Spielereien von Regisseur Stephen Kay. In einer Szene fährt Carter auf eine Brücke, plötzlich dreht sich das Bild um 180 Grad, der Wagen fährt über Kopf. Soll das uns sagen: Auch in Carters Leben geht alles drunter und drüber? Außerdem nerven hektische Schnitte, weiße Blitze und anderer Schnickschnack.

    Claus-Peter Tiemann, AP

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