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  • Kritik: Eddie Murphy witzelt wieder mit den Tieren

    Freundliche Familienunterhaltung mit einer Prise Sinn

    Nach dem Erfolg von 1998, als Dr. Dolittle weltweit 300 Millionen Dollar (665 Millionen Mark/340 Millionen Euro) einspielte, war eine Fortsetzung anscheinend unumgänglich. Die Rechnung scheint aufzugehen: Steve Carrs Fantasy-Komödie "Dr. Dolittle 2" ließ die amerikanischen Kinokassen bereits kräftig klingeln, aber wohl nur die Herzen der allerjüngsten Besucher höher schlagen.

    Die Handlung knüpft da an, wo Teil eins aufgehört hatte. Der Veterinär aus San Francisco, der 1998 seine besonderen Sprachfähigkeiten erst erkannt hatte, ist nun etabliert. Er muss jetzt seine Talente nutzbringend einsetzen und erleben, wie seine Familie damit fertig wird. Dolittle soll einen Wald als Naturschutzgebiet retten, indem er einer Bärin, deren Art vor dem Aussterben bedroht ist, einen Gefährten zuführt. Allerdings wurde dieser Bär im Showgeschäft sozialisiert und kennt die Gesetze der Natur nicht. Daneben muss der viel beschäftigte Mann die wachsende Skepsis seiner Frau überwinden und um die Beziehung zu seiner ältesten Tochter kämpfen, die sich erstmals verliebt hat - in einen Rapper-Jüngling.

    Das mit Abstand größte Plus des Films ist die Menge unterschiedlichster Tiere. Insgesamt wirken 250 Exemplare von 70 Arten mit - enorme Braunbären und ein winziges Chamäleon, Waschbären und Wölfe, Ratten und Tauben sowie der Mischlingshund und das Äffchen aus Teil eins. Die verblüffende Gestik und Mimik der Tiere sowie ihre überzeugende Sprechweise ist einmal ihren Trainern zu verdanken. Dazu kamen spezielle Kameras, die Vierbeiner und Federviecher getrennt filmten und sie später ins Bild einfügten sowie eine Digitaltechnik, die ihre Schnauzen und Schnäbel animierte.

    Regisseur Steve Carr, der sich mit Musikclips und seinem Spielfilmdebüt "Next Friday" einen Namen gemacht hat, verlässt sich denn auch zum größten Teil auf den Charme-Faktor seiner exotischen Mimen. Er strickt seine Geschichte, die, wie schon der Dr. Dolittle- Musicalfilm von 1967 mit Rex Harrison, auf die Kinderbücher von Hugh Lofting zurückgeht, in schlichter und zügiger Machart.

    "Dr. Dolittle 2" ist freundliche Familienunterhaltung mit einer Prise Sinn. Und so ganz nebenbei, außer dem Plädoyer für Naturschutz und Artenerhaltung, erteilt uns Hauptdarsteller Murphy sogar noch eine Lektion fürs Leben: Wenn ein Männchen ein Weibchen sucht, dann genügen keine Kunststücke aus dem Tingeltangel. Er muss erst mal lernen, wahrhaft mutig und stark zu sein, sonst findet sie ihn keinesfalls dauerhaft sexy, sondern nur komisch. So will es das Gesetz der Natur, nicht nur bei Bären.

    Ulrike Cordes, dpa

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