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  • Kritik: Dreamworks neuer Streich

    Mit dem spektakulären Zeichentrick-Event "Der Prinz von Ägypten" erschließen die DreamWorks- Studiochefs Steven Spielberg, Jeffrey Katzenberg und David Geffen jetzt neue Dimensionen im Trickfilmbereich. In kinowirksamer Monumental-Ästhetik erzählt der Film die biblische Geschichte von Moses und dem Auszug aus Ägypten.

    "Siebzig Jahre lang haben wir uns darauf beschränkt, wunderschöne Disney-Märchen zu erzählen", sagt der ausführende Produzent Jeffrey Katzenberg. "Der Animationsfilm bietet uns jedoch ganz andere Möglichkeiten."

    Mit Hilfe modernster Computereffekte wurden grandiose Panorama- Aufnahmen, atemberaubende Kamerafahrten und beeindruckende Massenszenen kreiert, die neue Maßstäbe für dieses Genre setzen: gigantisch, genial, großartig.

    Die majestätischen Monumental-Bauten des Pharao spiegeln die Pracht des antiken Ägypten wieder, für die sich die versklavten Hebräer zu Tode schuften müssen. Die junge Jochebed möchte ihr Baby nicht diesen Kindesmördern ausliefern. Schweren Herzens läßt sie den Kleinen in einem Korb flußabwärts treiben, wo er von der Königin entdeckt und adoptiert wird. Das Kind namens Moses, das zusammen mit dem Thronfolger Ramses im königlichen Palast aufwächst, entwickelt sich zu einem ungestümen jungen Mann. Um seine Kräfte zu messen, veranstaltet er zusammen mit seinem Bruder ein wildes Wagenrennen, wie es seit "Ben Hur" nicht mehr auf der Kinoleinwand zu sehen war. Als Moses jedoch von seiner Herkunft erfährt, flieht er schockiert in die Wüste, wo er sich in die Tochter des weisen Jetro verliebt. Doch Gott hat größere Pläne mit ihm.

    Vorbild für das aufwendige Leinwand-Epos war David Leans Meisterwerk "Lawrence von Arabien", das dem "Dream-Team" zugleich die Initialzündung zu ihrem ambitionierten Animationsfilmprojekt lieferte. ""Lawrence von Arabien" ist mein absoluter Lieblingsfilm", erzählt Katzenberg. Mit der Regie von "Der Prinz von Ägypten" wurde Brenda Chapman beauftragt, die damit in Hollywood als erste Frau für einen abendfüllenden Zeichentrickfilm verantwortlich zeichnet.

    Mehr als 350 Animations-Spezialisten und Techniker aus über 35 Ländern wirkten bei dem Mammutprojekt mit. Für die Musik wurden mit dem Song-Schreiber Stephen Schwartz ("Pocahontas") und dem deutschen Film-Komponisten Hans Zimmer ("König der Löwen") zwei Oscar- Preisträger engagiert. "Die Idee war, die Musik als ein narratives Element der Geschichte einzusetzen", berichtet Hans Zimmer. "Mit einem einzigen Song erzählen wir in drei Minuten zehn Jahre von Moses Leben." Erfolgsverdächtig ist die Titelmelodie "Prince of Egypt - When you believe", gesungen von den US-Popstars Whitney Houston und Mariah Carey.

    Das zeitlose Kino-Epos erreicht seinen dramaturgischen Höhepunkt mit der siebenminütigen Sequenz von der Teilung des Roten Meeres, in der Moses sein geknechtetes Volk in die Freiheit führt. "Das wirkliche Thema dieser Story ist, daß Wunder Teile unseres Lebens sind", sagt Val Kilmer, der Moses in der amerikanischen Originalfassung seine Stimme verleiht. "Es ist eine Geschichte der Heilung."

    Birgit Heidsiek, dpa

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