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  • Kritik: "Dragonheart"

    Hamburg (dpa) - Ein böser König tyrannisiert das Land. Da er noch jung ist, wird er nicht so bald von allein sterben - es muß also etwas geschehen: der klassische Stoff für ein mittelalterliches Ritterdrama a la "Braveheart" oder "Der 1. Ritter".

    Auch Rob Cohens neuer Film "Dragonheart" (Kinostart: 21. November) folgt diesem Muster - mit einem Unterschied: Sein Hauptdarsteller ist ein Drache. Nach den furchterregenden Dinosauriern aus "Jurassic Park" hat die Firma Industrial Light and Magic jetzt den eloquenten und ironischen Drachen Draco geschaffen. Das gefährliche, aber auch gutwillige Ungeheuer mit menschlichen Zügen macht den Film zum Fantasy- Spektakel. Sean Connery, der dem Ungeheuerim Original seine Stimme lieh, wird in der deutschen Fassung von Mario Adorf synchronisiert.

    Die Geschichte ist allerdings eher dünn. Bei einem Volksaufstand stirbt der alte König, sein Sohn Einon (David Thewlis) wird schwer verletzt. Königin Aislinn (Julie Christie) gelingt es, einen Drachen zur Rettung ihres Sohnes zu überreden. Der Drache schenkt Einon in einer unvergleichlich kitschigen Szene sein halbes Herz, doch dafür muß der Prinz schwören, Blutvergießen und Tyrannei für immer zu beenden. Pompöse Musik von Randy Edelman untermalt die Zeremonie. Einon aber wird ein noch grausamerer Herrscher als sein Vater.

    Der edle Ritter Bowen (Dennis Quaid), früher Einons Lehrer und ein Ehrenmann in König Artus' Tradition, nimmt den Kampf gegen den König auf. Er schließt Freundschaft mit Draco. Doch die zwei, ihre mutige Gefährtin Kara (Dina Meyer) und der literarisch ambitionierte Mönch Gilbert (Pete Postlethwaite) begegnen im Kampf gegen den Tyrannen einer besonderen Schwierigkeit - denn den König mit dem Drachenherz umgibt ein Geheimnis, das ihn unverwundbar macht.

    Die tolle Technik stiehlt den Akteuren so manches Mal die Schau. Besonders Dennis Quaid hat einen schweren Stand gegen das heiter- ironische und in jeder Hinsicht überlegene Fabelwesen, dessen Aussehen an Tyrannosaurus rex und dessen Mimik an Sean Connery erinnert. Die Schauspieler mußten alle Szenen zunächst allein spielen, denn der Drache wurde erst hinterher in den Film kopiert. Leider betritt Draco die Leinwand insgesamt erst relativ spät. Für Kinder ein spannendes Abenteuer mit Geduldsproben und rührendem Ende, bietet der Film Erwachsenen vor allem interessante Spezialeffekte.

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