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    Kritik: Die Olsenbande kehrt zurück:

    Nach fast 17 Jahren Pause ist es wieder so weit: Der Mann mit der Melone hat einen Plan, der gemütliche Dicke findet in "mächtig gewaltig", und der Typ im karierten Jacket und mit kurzen Hosen macht wie immer mit. Alles wie gehabt, doch diesmal ist es "Der (wirklich) allerletzte Streich der Olsenbande". Das dänische Gaunertrio um Egon Olsen, Benny und Kjeld ist für den 14. Film wieder unterwegs.

    Die drei liebenswerten Kleinkriminellen begeisterten seit 1968 ein Millionenpublikum. Vor allem im Osten erreichten die Streifen Kultstatus. Die drei hatten - wie die DDR-Bürger - ständig zu improvisieren. Mit nie nachlassendem Optimismus kämpften sie gegen alle Widrigkeiten des Alltags und verloren nie ihren Humor, auch wenn sich der Traum vom großen Geld immer wieder in Rauch auflöste. In den alten Bundesländern erreichten die Filme nie den Erfolg wie im Osten.

    Die Arbeiten am letzten Film der Serie standen unter keinem guten Stern. Zunächst starb mit Poul Bundgaard (Kjeld) einer der Hauptdarsteller, dann wenig später auch der Regisseur Tom Hedegaard. Die Koproduktion von Nordisk Film und Mitteldeutscher Rundfunk konnte trotzdem abgeschlossen werden. Das Drehbuch des halbfertigen Films wurde umgeschrieben und dieser mit einem Double und einem Ersatzregisseur abgeschlossen.

    Für ihren letzten Streich werden die drei Gauner buchstäblich aus dem Altersheim rekrutiert. Egon (Ove Sprogoe), Benny (Morten Grundwald) und Kjeld (Poul Boundgard) lassen sich aus dem Ruhestand locken, um gemeinsam einen Coup zu landen. Egon tritt als weitgehend seniler und stocktauber Anstaltspatient auf, aber trotz seiner diversen Handicaps hat er schon wieder einen genialen Plan.

    Die Filme über die Abenteuer der Olsenbande hatten ihren Erfolg nicht zuletzt den Schauspielern zu verdanken. Der 78-jährige Ove Sprogöe alias Egon Olsen ist eigentlich Theaterschauspieler, doch richtig populär wurde er erst durch die Figur des Egon. "Die Filme waren lustig und spannend, aber nie brutal", sagt er zu dem großen Erfolg.

    Gudrun Janicke, dpa

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