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  • Kritik: Deutscher Mystery-Thriller

    Ein geheimnisvoller Serienmörder hält die Stadt in Atem. Der Täter schlägt nur bei Vollmond zu und hinterläßt grausam zugerichtete Opfer mit tiefen, wie von Klauen gehauenen Wunden. Die Polizei ist sich unsicher, ob bei diesen grausamen Verbrechen übernatürliche Kräfte im Spiel sind. Mit seinem neuen Spielfilm "Sieben Monde" wagt sich der deutsche Regisseur Peter Fratzscher ("Asphaltnacht") jetzt in das Genre des Mystery-Thrillers vor.

    "Ich hoffe, dieser Film macht auch anderen Regisseuren Mut, ungewöhnliche Entscheidungen zu treffen und Risiken einzugehen", befindet der Hauptdarsteller Jan Josef Liefers. "Als ich dieses freche Drehbuch gelesen hatte, konnte ich mir kaum vorstellen, daß dieser romantische Horror-Thriller von einem deutschen Autor stammt. Normalerweise wird dieses Genre von Hollywood besetzt. Doch das kann uns nur voranbringen, denn wir haben im deutschen Film nichts zu verlieren."

    Die Vorlage zu "Sieben Monde" lieferte Nils-Morten Osburg, der neun Jahre an dem Drehbuch arbeitete. Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht der junge Schriftsteller Thomas Krömer (Jan Josef Liefers), der durch eine Kette merkwürdiger Ereignisse verunsichert wird. In einer Vollmondnacht fällt ihn auf einer dunklen Landstraße ein wildes Tier an und hinterläßt eine Bißwunde an seinem Hals. Beim nächsten Vollmond wird seine Großmutter das Opfer der brutalen Bestie. Als Krömer ihre Hand unter seinem Fenster findet, bestehen für ihn keine Zweifel mehr: er selbst ist der Mörder.

    "Diese Rolle entsprach ziemlich genau meinen Wunschvorstellungen", erklärt Liefers. "Denn in dieser Geschichte passieren Thomas Krömer furchtbare Dinge, die ihn verändern. Dadurch entwickelt er sich weiter und hat am Ende etwas dazu gelernt." Die größte Herausforderung bestand für den Schauspieler darin, die schwierige Balance zwischen dem Alptraum und der Realität zu halten. "Ich wollte, daß der Zuschauer wirklich in jeder Sekunde mit ihm mitgeht."

    Ein Gegengewicht zu dieser mysteriös angelegten Rolle des Schriftstellers bildet seine beste und einzige Freundin Alexandra (Marie Bäumer), in die er sich verliebt. "Der schauspielerische Reiz bestand für mich darin, diese am wenigsten schillernde Figur möglichst nuanciert zu spielen", sagt Marie Bäumer. Als schwerster Part erwies sich für sie die Fessel-Szene in der Schlußsequenz, in der die Kommunikaton fast nur über die Augen erfolgt. "Ich wurde zweieinhalb Drehtage an einem Stuhl festgebunden. Dabei kommen Gefühle von unglaublicher Hilflosigkeit und Panik hoch. Wenn ich mich gerade daran gewöhnt hatte, mußte ich diese Gefühle wieder neu abrufen."

    Im Vordergrund von "Sieben Monde" stehen nicht der Look oder die Spezialeffekte, sondern die Geschichte selbst. Als metaphysisches Element hat Regisseur Fratzscher den Ton zum Überhöhen und Verstärken von Atmosphären, Stimmungen und Emotionen eingesetzt. Die echten Trumpfkarten sind jedoch die Schauspieler, die mit Jan Josef Liefers, Marie Bäumer und Ulrich Mühe bis hin zu Peter Lohmeyer in einer Nebenrolle treffend besetzt sind.

    Birgit Heidsiek, dpa

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