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  • Kritik: Der Sonderling kehrt zurück

    Er ist noch immer schmächtig, wirkt hölzern in seinen Bewegungen und hält den Kopf stets zur Seite geneigt: Der norwegische Kinoliebling Elling ist zurück auf der Leinwand.

    Zwei Jahre nach dem Erfolg «Elling» ist der psychisch kranke und gleichzeitig sehr liebenswerte Sonderling wieder da. «Es ist nicht einfach die Fortsetzung eines Kassenschlagers. Es wird ein anderes, ein ergänzendes Bild von Elling gezeigt», sagt Hauptdarsteller Per Christian Ellefsen.

    Im Vorgängerstreifen wurden die Schritte eines paranoiden Mannes zurück ins Alltagsleben erzählt. Elling hatte mehrere Jahre in einer psychiatrischen Anstalt verbracht. Statt diese Handlung weiter zu verfolgen, begibt sich «Elling - Nicht ohne meine Mutter» in die Zeit vor dem Klinikaufenthalt. Ellings Mutter (Grete Nordrå) zwingt ihren absolut unselbstständigen Sohn zu einer gemeinsamen Reise nach Mallorca. In Norwegen knüpfte das komische Drama nahtlos an den Erfolg des Debüts an. «Elling 2» sahen in den ersten vier Wochen eine halbe Million Menschen - Norwegen hat 4,2 Millionen Einwohner. «Elling 1» gilt in Skandinavien als der erfolgreichste Film aller Zeiten.

    Es kommt zu allerlei Verwicklungen bei diesem letzten Versuch der Mutter, ihren über 30-jährigen Sohn mit einer Reise lebenstauglich zu machen. Elling rastet wegen Kleinigkeiten aus - etwa weil im Doppelzimmer ein Ehebett steht anstelle von zwei Einzelbetten und Mutter und Sohn nur einen gemeinsamen Schlüssel für das Zimmer erhalten. Alles Neue ist ihm suspekt, vor fremden Menschen hat er Angst. Nur langsam tastet er sich vorsichtig voran. Wirklich eigenständig aber wird Elling nicht. Die Katastrophe, der im ersten Teil vorweg genommene Klinikaufenthalt, kündigt sich an.

    Regisseurin Eva Isaaksen inszeniert eine manchmal slapstickartige Komödie - Ellefsens Spielweise lässt bisweilen an Mr. Bean erinnern. Durch die Komik schimmert aber immer das Erschreckende durch. Denn es bleibt kein Zweifel: Elling ist ein schwer kranker, allein nicht lebensfähiger Mensch.

    Charakterdarsteller Ellefsen verkörperte Elling bereits vor dem ersten Teil dreieinhalb Jahre lang auf der Theaterbühne in Oslo. Er sei mit der Figur eng verbunden und habe sie immer mehr ausbauen können, sagt er. Wie die Theaterfassung basieren die Kinofilme auf den Büchern des norwegischen Autors Ingvar Ambjørnsen. Er soll auch für die geplante Vollendung der Trilogie die Vorlage liefern. «Liebe mich morgen» soll im kommenden Jahr ins Kino kommen und die Erzählung von Elling beschließen. Es werde ein Ausblick auf die Zukunft des skurrilen Titelhelden sein, verrät Hauptdarsteller Ellefsen.

    dpa

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