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  • Kritik: Der Sanfte und der Aufgedrehte

    Mit wenigen Ausnahmen ist jeder Film mit Owen Cunningham Wilson sehenswert. Der blonde Schauspieler aus Texas hat so manchen Streifen mit seiner sanften drolligen Art gerettet und das tut er auch bei der Action-Komödie "I-Spy". Wie in der chaotischen Wildwest-Persiflage "Shang-High-Noon" mit Hongkong Superstar Jackie Chan ist Wilson der ruhige Gegenpol, diesmal zum völlig aufdrehten Eddie Murphy ("Beverly Hills Cop").

    Ein seltsames Paar die beiden - Murphy als großspuriger Frauenheld und Owen als schüchterner Agent mit James Bond-Allüren und fehlendem Selbstwertgefühl. Dass I-Spy recht lustig und sehenswert bleibt, liegt an den turbulenten Aktion- Szenen und am Talent des 34-jährigen Owen. Er wirkte bereits an einer Reihe von Hollywood-Blockbustern in den 90ern mit und glänzte an der Seite von Gene Hackman in der schrägen Familien-Saga "Die Royal Tenenbaums".

    Die freie Welt ist (schon wieder) in Gefahr

    Wie so oft auf der Leinwand ist bei I-Spy die freie Welt schon wieder in Gefahr. Als Spezialagent Alex Scott hat Wilson den Auftrag, den Prototypen eines streng geheimen Tarnkappenflugzeuges zu retten. Die Maschine droht nämlich in die Hände des garstigen Waffenhändlers und Boxfans Arnold Gundars (Malcolm McDowell bekannt aus "Uhrwerk Orange") zu fallen. Das High-Tech Gerät befindet sich - natürlich unsichtbar - auf Gundars Budapester Hauptquartier, er soll meistbietend an irgendeinen Schurkenstaat versteigert werden. Der zuständige CIA-Agent ist nicht abkömmlich, also bekommt der leicht unfähige Scott endlich seine "große Chance".

    Murphy als Mittelgewichtschampion

    Dabei ist Scott auf die Hilfe des Mittelgewichtschampions Kelly Robinson (Eddie Murphy) angewiesen, der gerade in der ungarischen Haupstadt an einem Weltmeisterschaftskampf teilnehmen will. Für die beiden ist es Hass auf den ersten Blick, aber schließlich lernen sie miteinander zu kooperieren. Mit Köpfchen setzt sich Owen langsam durch und hat dabei die besten Lacher - herausragend die Szene, wo er versucht mit dem Stevie Wonder-Schmuselied "Sexual Healing" seine Agentenkollegin Rachel zu verführen.

    Verbrüderung im Abwasserschacht

    Während einer wilden Verfolgungsjagd durch die Altstadt verbrüdern sich die beiden Kontrahenten in einem Abwässerungsschacht und fortan bekämpfen Scott und Kelly den bösen Feind gemeinsam. Owen gewinnt die Oberhand auch gegen ein zum Teil verkrampftes Drehbuch, das "Comedy- Superstar" Murphy viel dummes Zeug in den Mund legt. Viele seiner Witze und Sprüche gehen im allgemeinen Handlungswirrwarr unter. Etwas schwer ist es schon, bei diesem 96-minütigen Abenteuer den Durchblick zu behalten.

    Martin Bensley, dpa

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