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  • Kritik: "Der Mann in der eisernen Maske": Malkovich, Irons, Byrne, Depardieu

    Frankreich 1660: die Verschwendungssucht des jungen Sonnenkönigs Ludwig XIV. und die Kosten für den Krieg haben das Land ausgezehrt. Vor den Toren des Palastes protestiert das hungernde Volk. Eine faule Tomate fliegt im hohen Bogen direkt auf den Leiter der Königlichen Garde zu, die er mit seinem Degen elegant aufspießt.

    Während D'Artagnan dem König noch immer die Treue hält, haben die anderen Musketiere ihre Uniformen schon lange an den Nagel gehängt. Mit dem Kinofilm "Der Mann in der eisernen Maske" hat der "Braveheart"-Autor Randall Wallace nun auch als Regisseur das Zepter in die Hand genommen.

    Die Vorlage dazu lieferte ihm der klassische Genre-Roman "Der Mann in der eisernen Marke" von Alexandre Dumas ("Der Graf von Monte Christo", "Die drei Musketiere"). Herausgekommen ist jedoch kein Mantel- und Degen-Film, sondern ein unterhaltsames Kino-Abenteuer mit geballter Star-Power. Für die Rollen der vier gealterten Musketiere engagierte Randall Wallace die Charakter- Darsteller John Malkovich, Jeremy Irons, Gabriel Byrne und Gerard Depardieu.

    Hervorragendes Gespür bewies der Regisseur ebenfalls bei der Besetzung der Titelrolle mit dem "Titanic"-Star Leonardo DiCaprio. In den USA landete "Der Mann in der eisernen Maske", der dort schon über vierzig Millionen Besucher in die Kinos zog, knapp hinter "Titanic" in den Kino-Charts. Damit rangiert das heiß umschwärmte Teenager-Idol Leonardo DiCaprio in Amerika nun gleich doppelt in der Kino-Hitliste. Eine Doppelrolle spielt er auch in "Der Mann in der eisernen Maske". Als egoistischer, eitler Sonnenkönig Ludwig XIV. hält er seinen Zwillingsbruder Philippe im Kerker gefangen, dessen Gesicht hinter einer eisernen Maske verborgen ist.

    Um mit aller Macht seine Interessen durchzusetzen, ist dem tyrannischen König jedes Mittel recht. Als er Gefallen an der schönen Christine (Judith Godrèche) findet, schickt er ihren Verlobten kurzerhand in den vorhersehbaren Tod auf das Schlachtfeld. Dafür will sich sein Vater Athos (John Malkovich), der einst zur königlichen Garde der Musketiere gehörte, am König rächen. Gemeinsam mit seinen alten Kampfgefährten Aramis (Jeremy Irons) und Porthos (Gerard Depardieu), die sich ebenfalls in das zivile Leben zurückgezogen haben, schmiedet er einen Plan. In einer Nacht- und Nebelaktion wird der Sonnenkönig mit seinem Zwillingsbruder Philippe ausgetauscht, dem die Musketiere schnell königliche Manieren beibringen.

    "Ich glaube, daß dieser Film das Publikum berührt, obwohl es reines Unterhaltungskino ist", meint der Schauspieler John Malkovich. "Nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, besuchte mich Randall Wallace. Wir haben uns zwei Tage über das Skript, die Geschichte und die Umsetzung unterhalten, danach gab ich ihm meine Zusage." Eine Herausforderung war für John Malkovich dabei die Zusammenarbeit mit Schauspieler-Kollegen wie Jeremy Irons, Gerard Depardieu oder Gabriel Byrne. "Wir sind wirklich sehr unterschiedlich, was am Set interessant zu beobachten war. Jeder Schauspieler hat seinen eigenen Stil. Jeremy Irons hat zum Beispiel sehr hart gearbeitet und ist förmlich in seine Rolle hineingewachsen."

    Während Leonardo DiCaprio noch nie zuvor ein Florett gezogen hatte, waren die Reit- und Fechtszenen für John Malkovich kein Problem. "Ich bin schon als Kind geritten und habe in der Schule Fechten gelernt, wovon ich bereits in Filmen wie 'Gefährliche Liebschaften' und 'Der Unhold' profitiert habe." Dazu hatte er auch in "Der Mann in der eisernen Maske" wieder Gelegenheit, wo sich die Musketiere ihr hieb- und stichfestes Degen-Duell allerdings bis zum klassischen Showdown aufheben.

    Birgit Heidsiek, dpa

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