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  • Kritik: Der Höllentrip nach Alcatraz

    Das Waffentraining hat FBI-Agent Stanley Goodspeed (Oscar-Preisträger Nicolas Cage) meist geschwänzt. Während die Kollegen schwitzend Angriffstechniken paukten, sortierte er gemütlich seine Beatles-Plattensammlung. Goodspeed ist Chemiker. Ein angesehener Experte, zuständig für die Analyse von Giftstoffen und die Entschärfung von Bomben. Aus heiterem Himmel erreicht den netten Stubenhocker der Ruf an die Front. Und die heißt Alcatraz.

    Dort, auf der stillgelegten Gefängnisinsel vor der Küste San Franciscos, hat sich der psychopathische Ex-General Hummel (Ed Harris) verschanzt. Unterstützt von einer Truppe hochgerüsteter Söldner, hat er 81 Touristen als Geiseln in seiner Gewalt. Die Forderung: 100 Millionen Dollar für die Angehörigen aller Soldaten, die unter seiner Führung in drei Kriegen gestorben sind. Anderenfalls will er San Francisco mit Giftgasraketen bombardieren. Fünf Millionen Menschen müßten qualvoll sterben. Stanley Goodspeed ist der einzige, der die komplizierten C-Waffen entschärfen kann. Aber nur ein anderer Mann kennt den Weg in die ausbruch- und damit auch einbruchsichere Inselfestung: Patrick Mason (Sean Connery, siehe �Menschen�). Vor 30 Jahren ist dem britischen Geheimagenten die Flucht aus Alcatraz gelungen. Als einzigem.

    Der Höllentrip der beiden ungleichen Lebensretter entpuppt sich als Actionthriller der Sonderklasse. An "The Rock" stimmt einfach alles: exzellente Darsteller, brillante Kameraführung, extrem schnelle, ungewöhnliche Schnitte. Die Dialoge liegen weit über dem Genre-Durchschnitt. Regisseur Michael Bay ("Bad Boys") verlangte von allen nur das Unmögliche. "Du willst wohl, daß wir uns die Fresse verbrennen", brüllte Connery, als er mit Cage zwei Minuten lang in kaltes Wasser abtauchen sollte, während über den beiden ein Ölteppich loderte. Stunden später war die Szene im Kasten.

    Doch nicht nur die Regie, auch die Story hält Überraschungen parat. Während Actionhelden wie Steven Seagal mit zuckendem Bizeps durch die Knastgemäuer stapfen würden, entwickeln Mason und Goodspeed diffizile Taktiken und versemmeln durchaus mal einen ihrer Pläne. Gerade weil sie keine platten Supermänner sind, hofft jeder inständig auf ein Happy-End.

    Copyright: TV TODAY, 1996

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