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  • Kritik: Der ewige Junge führt Regie

    Los Angeles (AP) Mit seinem schüchternen Lächeln wirkt er noch immer wie ein großer Junge. Dabei ist Tom Hanks im Juli 40 geworden. Selbst einige graue Haare zeigen sich. "Ein paar sind schon da", gibt er zu. "Unter Schwarzlicht sieht es aus wie Pfeffer und Salz."

    40 Jahre sind ein Alter, in dem Männer gewöhnlich nachdenklich werden und über sich und die Welt reflektieren. Nicht so Tom Hanks: "Seitdem ich 24 geworden bin, hatte ich das Gefühl, 40 zu sein. Von daher hatte ich gewissermaßen eine 16jährige Gnadenfrist."

    Dennoch liebt es der Schauspieler, dessen Karriere mit der amerikanischen TV Serie "Bosom Buddies" begann und mit dem oscardekorierten "Forrest Gump" ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte, über das Älterwerden zu philosophieren: "Wenn man 20 ist, versucht man, Fuß zu fassen in der Welt, man versucht, sich auf irgendeine Weise selbst zu finden. Mit 30 muß man mit den Fehlern fertig werden, die man dabei gemacht hat. Außerdem muß man Opferbereitschaft und Verantwortung lernen, Dinge, die einen 20jährigen eher weniger interessieren. Vielleicht beginnen mit 40 ja die Jahre, in denen man sein Leben endlich geregelt bekommt."

    Für Hanks begannen seine Vierziger jedenfalls mit einer neuen Herausforderung: Er hat in dem Film "That Thing You do" Regie geführt und selbst das Drehbuch geschrieben. Der Film erzählt die Geschichte einiger Jungendlicher aus einer Kleinstadt in Pennsylvania, die eine Rockband gründen, einen Superhit landen, aber danach wieder in der Versenkung verschwinden. Hank selbst ist als Manager der Band zu sehen.

    Steckt hinter dem Unternehmen ein künstlerischer Drang oder ist es ein kolossaler Ego-Trip? Hanks' Antwort ist ehrlich: "Man muß natürlich ein gewisses Maß an Überheblichkeit besitzen, um zu sagen: 'Schaut her, hier habe ich etwas geschrieben; ich möchte das jetzt auch selbst umsetzen." Was die künstlerische Seite angeht, so bleibt so ein Projekt ohnehin eine einmalige Sache, wenn es nicht gut wird. Ich bin jedenfalls niemand, der herumsitzt und sagt: 'Was ich wirklich möchte, ist Regie führen.' Diese Leute gehen mir auf die Nerven. Warum machen sie es nicht einfach, wenn sie es wirklich wollen? Ich bin zur Regie gekommen, weil es zu der Zeit keine Rollen gab, die mich wirklich interessierten."

    "That thing you do" ist Hanks erstes Drehbuch. Er habe aber zuvor schon unzählige Stunden bei Diskussionen über Drehbücher verbracht, erzählt der Schauspieler. Sein Erstling kostete nicht mehr als die veranschlagten 26 Millionen Dollar, etwa 32,5 Millionen Mark, fast eine Billigproduktion auf dem heutigen Filmmarkt. Aber immerhin konnte Hanks ja auch seine Gage als Schauspieler einsparen.

    Von AP-Korrespondent Bob Thomas

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