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  • Kritik: Der dicke Kater kommt als ActionStar ins Schwitzen

    Beim Kino-Debüt des faulen, verfressenen Garfield kommen Hundeliebhaber eher auf ihre Kosten, als Fans des orangefarbenen Cartoon-Katers. In der Live-Action-Verfilmung «Garfield», die am 19. August in Deutschland anläuft, stiehlt ein kleiner Dackel-Terrier-Mischling dem griesgrämigen Kater die Schau.

    Der dreijährige Tyler, der Garfields kläffenden Nebenbuhler Odie spielt, beherrscht sämtliche Hundetricks. Er tanzt auf den Hinterbeinen und himmelt Herrchen Jon Arbuckle (Breckin Meyer) an. Kein Wunder, dass Garfield den neuen Hausgenossen, der sein faules Leben vor dem Fernseher stört, schnellstens los werden will. Der liebenswerte Hund sei bei weitem das Beste an «Garfield», so das katzenunfreundliche Urteil amerikanischer Filmkritiker. Für sie ging der fettleibige Kater als computergenerierter Action-Star vor die Hunde.

    "Eine ganz neue Seite von Garfield"

    Doch Garfield-Schöpfer Jim Davis, der den frechen, philosophischen Kater seit über 25 Jahren täglich in Comic-Strips zu Wort kommen lässt, gefällt er in der Rolle des Movie-Stars. «Als Zeichen-Figur kann Garfield höchsten 25 Worte sagen, und dann ist der Comic zu Ende. Im Film wird er endlich aktiv, kann seine verborgenen Gefühle zeigen und Abenteuer erleben. Eine ganz neue Seite von Garfield», erzählt Davies in Los Angeles.

    Als weltweit beliebtester Cartoon-Kater bringt Garfield täglich 260 Millionen Leser von 2750 Zeitungen zum Schmunzeln, wenn er über Essen, Schlafen und das klägliche Liebesleben seines Besitzers sinniert. Beim Action-Tempo bleibt dieser Witz aber auf der Strecke. Auch der Komiker Bill Murray, der Garfield in der englischen Version seine kratzbürstige Stimme leiht, kann wenig retten. Thomas Gottschalk ist die deutsche Stimme des Katers.

    "Teuerster Schauspieler Hollywoods"

    Garfields Drama beginnt mit Odies Ankunft im Haus von Herrchen Jon, der seiner Minirock tragenden Tierärztin (Jennifer Love Hewitt) jeden Wunsch von den Augen abliest und den herrenlosen Mischling adoptiert. Garfield ekelt den Kleinen in einer nächtlichen Aktion aus dem Haus, doch dann rührt sich das schlechte Gewissen. Der Kater macht sich auf die Suche nach dem von Bösewichten gekidnappten Hund.

    200 Digital-Spezialisten halfen Garfield am Computer auf die Sprünge. «Garfield sollte wie eine reale Katze aussehen, ohne aber seine Comic-Merkmale zu verlieren«, erklärt Davis. «Unser großes Budget für die Computeranimation machte Garfield in diesem Jahr zum teuersten Schauspieler Hollywoods», scherzt der Zeichner. Immerhin sahnte der Kater an den US- Kinokassen satte 73 Millionen Dollar ab.

    Weitere Filmkarriere ungewiss

    Die weitere Filmkarriere von Garfield ist noch ungewiss. Als Cartoon-Figur steht ihm aber noch ein langes Leben bevor. Der 59- jährige Davis, der wie Garfield Lasagne liebt und Joggen verabscheut, ist im Gegensatz zu seinem faulen Geschöpf ein Arbeitstier. Jeden Tag lässt sich der Hunde- und Katzenfreund von seinem Labrador Molly ins Zeichenstudio begleiten. «Ich bin noch auf der Suche nach dem einzigartigen Gag, über den die ganze Welt lachen kann», meint Davis. «Es gibt ihn, ich muss ihn nur finden.»

    dpa

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