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  • Kritik: Denzel Washington gibt rührseliges Regiedebüt

    Wer im Kino leicht weint, der wird sich von Denzel Washingtons Regiedebüt bestimmt zu Tränen rühren lassen. Der oscargekrönte Schauspieler wählte für sein Erstlingswerk hinter der Kamera eine herzerweichende, zudem authentische Geschichte mit Happy End.

    "Antwone Fisher" dreht sich um einen jungen schwarzen Matrosen, der mit seinem aggressiven Verhalten immer wieder bei Kameraden und Vorgesetzten aneckt. Einem Armee-Psychologen, gespielt von Denzel Washington, gelingt es langsam, die Gründe für seine Streitsucht und Probleme aufzudecken.

    Hauptdarsteller im Geschenkeladen entdeckt

    Antwone Fisher kam in einem Frauenknast zur Welt, seine Mutter verstieß ihn, die Ziehmutter quälte das Kind, und ein Babysitter missbrauchte den Kleinen. Der Vater wurde kurz vor der Geburt seines Sohnes erschossen. "Da waren viele Tränen auf den Seiten", sagte Denzel Washington über das autobiografische Drehbuch von Antwone Fisher, das er Mitte der 90er Jahre in die Hände bekam. Fisher war nach seiner Armeezeit und Therapie nach Hollywood gegangen, wo er bei den Sony Studios als Sicherheitsbeamter jobbte und nebenbei seine traumatische Kindheit zu Papier brachte.

    Washington war von dem Skript so beeindruckt, dass er aus eigener Tasche zwei Millionen Dollar für die Dreharbeiten beisteuerte. Für die Rolle des Antwone Fisher suchte der Hollywoodstar ein unbekanntes Gesicht. Seinen Hauptdarsteller fand er durch Zufall in einem Geschenkeladen auf dem Studiogelände. Dort verdiente sich der junge Schwarze, Derek Luke, seinen Lebensunterhalt, während er - wie Tausende in Hollywood - von einer Filmrolle träumte. Mit Luke traf der Erstlingsregisseur eine gute Wahl. Ein Kritiker der "New York Times" lobte den Auftritt des Newcomers als "das vielversprechendste Leinwanddebüt des Jahres". Und Denzel Washington bescheinigte er einen "brillanten und sicheren Umgang" mit seinen Darstellern.

    Nicht die letzte Regie-Arbeit von Washington

    Die Rolle von Antwones Freundin Cheryl ging an die bis dahin unbekannte Joy Bryant. Sie steht dem Matrosen vor allem in dem rührseligen Finale zur Seite, als er sich auf die Suche nach seiner Mutter und Verwandtschaft macht. Ein amerikanischer Kritiker beschreibt das melodramatische Finale treffend als "zuckersüßes Ende mit Süßstoffgeschmack". Tatsächlich trägt Washington beim Happy End dicker auf, als es nötig wäre.

    Für den Debüt-Filmer war es bestimmt nicht der letzte Auftritt hinter der Kamera. In einem Interview mit "Entertainment Weekly" verwies Washington auf Kollegen wie Clint Eastwood und Warren Beatty, die ebenfalls "eine ganz neue Arena" betreten haben. Mit Blick aufs Älterwerden prophezeit der 48-jährige Schauspieler, dass die Regiearbeit in Zukunft ein wichtige Aufgabe für ihn sein wird.

    Barbara Munker, dpa

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