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  • Kritik: "Das Superweib", Frei von Tiefe

    Sönke Wortmann ist ohne Zweifel ein ausgezeichneter Komödienregisseur. In Sachen Pointen-Timing und Schauspieler-Führung gehört er zu den Besten seines Faches. Aber seine Filme können nur so gut sein wie das Drehbuch. Und darin liegt das Problem seines neuen Werkes, seiner nach "Der bewegte Mann" zweiten Zusammenarbeit mit Produzent Bernd Eichinger.

    Der dem Skript zugrundeliegende Roman "Das Superweib" von Hera Lind verkauft sich gut. Aber die dünne Geschichte von der Wandlung eines hausfräulichen Aschenputtels zur selbstbewußten Romanautorin schleppt sich über 400 Buchseiten und hat erst recht Mühe, auf der Leinwand 90 Minuten zu überstehen. Dabei haben Wortmann/Eichinger eine veritable Besetzung zusammengebracht: Veronica Ferres als omnipotente Superfrau mit zwei quengelnden Bälgern und einem Macho-Ehemann (Thomas Heinze) an der Seite, Joachim Król als hoffnungslos in sie verliebter Anwalt Enno Winkel oder Liselotte Pulver als dessen tüttelige Über-Mutter. Doch was nützen beste schauspielerische Leistungen und einige witzige Gags, wenn die ironische Abhandlung des Geschlechterkampfes vor Klischees trieft und sich die Geschichte einer weiblichen Selbstfindung frei von Anspruch und Tiefe wohlgefällig, aber belanglos vorwärtsbewegt? eve

    Copyright: DIE WELT, 7.3.1996

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