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  • Kritik: Das reinste Hundeleben

    Ständiger Juckreiz hinter dem Ohr, ablenkende Gerüche an jeder Hausecke und die unbezwingbare Lust, Katzen hinterher zu jagen: ein wahres Hundeleben! Dem muss sich US-Komiker Tim Allen alias Bezirksanwalt Dave Douglas in der Disney-Komödie «Shaggy Dog - Hör mal wer da bellt» stellen: Denn er wird von dem uralten tibetanischen Hund «Shaggy» gebissen - und verwandelt sich auf mysteriöse Weise ab und an selbst in ein großes zotteliges Tier auf vier Pfoten.

    Mit der Nase auf dem Teppich verändert sich die Perspektive von Papa Workaholic gewaltig. Plötzlich realisieren seine feinen Hundeohren, dass er vor lauter Arbeit von seiner Familie rein gar nichts weiß. Seine liebevolle Gattin Rebecca (Kristin Davis aus «Sex And The City») fühlt sich schändlich vernachlässigt, Sohn Josh (Spencer Breslin) will lieber zum Theater als Football-Spieler werden, und auch das rebellische Töchterchen Carly (Zena Grey) hat ihre ganz eigenen Vorstellungen vom Leben.

    Ein viel härterer Knochen ist jedoch der Fall des Tier- Versuchslabors, den Dave Douglas gerade ausgegraben hat: Dort will der hintertriebene Dr. Kozak (Robert Downey Jr.) mit den Genen von «Shaggy» ein Serum für die Unsterblichkeit der Menschen entwickeln - natürlich um ganz groß abzusahnen. Bisher ist das noch nicht so ganz gelungen: Stattdessen gibt es ein bellendes Kaninchen, eine Schlange mit wedelndem Hundeschwanz und andere seltsame Kreaturen, bei denen die Computeranimateure von Disney so richtig in die Fantasie-Kiste greifen durften.

    Als klassische Komödie für die ganze Familie lebt das Remake «Shaggy Dog» (das Original von 1959 trug den deutschen Titel «Der unheimliche Zotti»; die Fassung von 1976 hieß «Zotti, das Urviech») von jeder Menge Slapstick, Gags und Hindernis-Rennen. Aber trotz der eher durchschaubaren Plots ist es ein wirklich gut gemachtes, amüsantes Popcorn-Movie für die ganze Familie.

    Der 52-jährige Schauspieler Tim Allen, der zuvor als Weihnachtsmann in «Santa Clause» unterwegs war, glänzt durch erstaunlichen körperlichen Einsatz beim Nachahmen des Hundeverhaltens als Mensch: Er rast auf allen Vieren quer über Bänke und Tische Katzen und Frisbees hinterher, bellt im Gerichtssaal seine Gegner regelrecht an und hebt beim Pinkeln im Männerklo schon mal das Bein - zum Erstaunen seiner Herren Kollegen. Zum Glück muss man dem Zottel- Hund nicht dabei zuschauen, wie er beim Reden das Maul bewegt - Allens Stimme ist lediglich als Over-Voice zu hören.

    Für Kristin Davis (41) ist Mama Rebecca eine logische Fortsetzung ihrer Rolle als romantisch-prüde Charlotte York in »Sex And The City». In ihrer ersten Leinwand-Rolle seit dem Ende der Kultserie spielt sie die schwer geplagte Hausfrau und Mutter, die die Familie zusammen halten muss. Das macht sie so, wie man es von ihr in der Rolle erwartet: süß und ein bisschen naiv. Wenn sie daran noch arbeitet, kann sie bald bei «Desperate Housewives» mitspielen.

    Von Carla S. Reissman, dpa

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