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  • Kritik: Das Grauen in "Ich weiß was Du letzten Sommer getan hast"

    Die Nacht verspricht eine der besten ihres Lebens zu werden. Vorm Lagerfeuer am Strand feiern vier wohlgeratene Teenager ihren Highschool-Abschluß. Julie, Helen, Barry und Ray erzählen sich Gruselgeschichten und träumen von einer strahlenden Zukunft. Doch als sie sich leicht angetrunken auf den Heimweg machen, droht ein Unfall ihre Pläne zu zerstören: Aus dem Nichts läuft ihnen ein Mann vor das Auto. Panik und Angst vor Strafe läßt die vier, den Toten ins Meer werfen. Noch einmal taucht die Hand des Mannes aus dem Wasser auf. Doch die Jugendlichen ergreifen sie nicht - aus einem Unfall wird Mord.

    Die beiden Paare beschließen, ihr Geheimnis mit ins Grab zu nehmen. Zunächst scheint das zu funktionieren. Julie und Barry gehen nach Boston, Helen und Ray verschlägt es nach New York. Aber als die vier sich im nächsten Sommer in ihrem Heimatort Southport im US-Staat North Carolina wiedertreffen, holt das Grauen sie ein. In ihren Briefkästen liegen Zettel mit der Aufschrift: "Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast." Der unbekannte Verfasser im Regenmantel verfolgt sie, schneidet Helen nachts unbemerkt die geliebte blonde Mähne ab und prügelt Barry fast zu Tode.

    Mit "Ich weiß was Du letzten Sommer getan hast" feiert der schottische Regisseur Jim Gillespie sein Hollywood-Debüt. Das Drehbuch stammt von Kevin Williamson, der im vergangenen Jahr die Vorlage für Wes Cravens Horrorschocker "Scream - Der Schrei" lieferte. Die Verwandtschaft der beiden Filme ist unverkennbar: Attraktive US-Teenies werden von unvorhehsehbarem wie unausweichlichem Schrecken aus ihrer heilen Welt gerissen.

    Blut, Ekel und Gewalt nehmen dabei viel Raum ein. So findet die sensible Julie (Jennifer Love Hewitt) eines Tages in ihrem Kofferraum die von lebenden Krabben umwanderte Leiche eines alten Schulfreundes, dem die Tiere aus dem Mund kriechen. Als Höhepunkt der Unappetitlichkeit schleift der unbekannte Psychopath Helens Schwester Elsa (Bridgette Wilson) an einem Fischhaken aufgespießt hinter sich her. Doch kommt in den Dialogen der Teenager auch immer wieder verzweifelter Humor zum Ausdruck.

    Die vier Hauptdarsteller liefen ein überzeugendes Bild einer "All-American"-Jugend - wahrscheinlich, weil die höchstens Zwanzigjährigen tatsächlich zum Großteil sich selbst spielen. Ihre Gesichter sind dem Kinobesucher weitgehend unbekannt, da sie bisher fast ausschließlich in Fernsehproduktionen auftraten. Den Zuschauer von "Ich weiß was Du letzten Sommer getan hast" erwartet zwar kein besonders hintergründiger Thriller. Doch verspricht der Film, der am 19. März in die deutschen Kinos kommt, 100 Minuten spannender Unterhaltung mit einem überraschungsreichen Finale - wenngleich dieses unnötig blutig ausfällt.

    Michaela Pieler, AP

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