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  • Kritik: "Dante's Peak"

    Hamburg (dpa) - Einstürzende Tunnel, wirbelnde Tornados, brutale Außerirdische und brodelnde Vulkane - der Appetit der US- amerikanischen Filmbranche auf Katastrophen scheint noch lange nicht gestillt, die Kinofans der Welt werden des computergesteuerten Thrills offenbar nicht müde.

    Nach "Daylight" und "Twister" kommt Hollywood nun am Donnerstag mit seinem jüngsten Desasterspektakel in die deutschen Kinos: "Dante's Peak", ein seit Jahrtausenden ruhender Vulkan, bringt im gleichnamigen Streifen von Roger Donaldson Tod und Verwüstung über eine malerische Kleinstadt.

    Geologe Harry Dalton ("James Bond"-Darsteller Pierce Brosnan) soll im Auftrag seines Instituts in der Stadt Dante's Peak die Aktivitäten des dortigen schlafenden Feuerspuckers bewerten. Nur Stadtoberhaupt Rachel ("Terminator"-Gegner Linda Hamilton) schenkt den Befürchtungen des smarten Wissenschaftlers Aufmerksamkeit. Der Gemeinderat will hingegen - ganz in "Weißer Hai"-Manier - aus wirtschaftlichen Gründen mit einer Evakuierung des Ortes warten. Rund eine Stunde kündigt sich auf der Leinwand das Unheil in dem verschlafenen Kleinstadt-Idyll brodelnd und rauchend an, dann wird die malerische Kulisse von der urgewaltigen Zerstörungslawine heimgesucht.

    Keine Frage: Die mit Computern realisierten Effekte sind mitreißend und drücken den actionbegeisterten Kinobesucher immer tiefer in den Sessel. Ein Staudamm bricht, die Stadt stürzt wie ein Kartenhaus zusammen, der Lavateppich wälzt sich das Tal hinab und glühendheiße Gesteinsbrocken prasseln realistisch auf die in Panik Fliehenden herunter. Doch fehlt das für das Genre übliche Tempo und der Witz. Und es scheint ein immerwährendes Gebot, daß sich Spannung und wohlgezeichnete Charaktere weitgehend ausschließen. Wer die Story hinter Lavaflüssen und Ascheregen sucht, der wird kaum fündig.

    Hauptdarsteller Brosnan stört sich nicht daran, daß der Computer in Hollywood das Regiment in der Filmbranche übernommen zu haben scheint. "Durch die neue Technik läßt sich mittlerweile alles produzieren", sagt er in einem Gespräch mit der Deutschen Presse- Agentur. "Die Filme werden größer und schneller, ziehen mehr Menschen an und werden dadurch wiederum erfolgreicher." Den Herausforderungen als Schauspieler begegnet der gebürtige Ire nach eigener Aussage bei anderen, weniger spektakulären Projekten.

    Gebrodelt hat es in Hollywood bereits lange vor dem Start von "Dante's Peak". Im Wettlauf der großen Hollywood-Studios um den ersten Vulkan-Film kam das Universal-Projekt mit einem Aufwand von angeblich mindestens 115 Millionen Dollar als erstes auf die Leinwände der Welt - "Volcano" aus dem Hause Fox wird bereits bald folgen.

    Von Martin Oversohl, dpa

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