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  • Kritik: Cravens "Scream II"

    Es geschieht bei der Vorpremiere des Grusel- Schockers "Stich". Das Kinopublikum hat sich ganz im Stil des unheimlichen Serien-Killers mit weißen Masken und schwarzen Umhängen ausstaffiert. Während die Zuschauer gespannt auf der Leinwand die blutigen Verbrechen in der kleinen amerikanischen Stadt Woodsboro verfolgen, wird mitten im Kino ein Pärchen auf bestialische Weise erstochen.

    Nach dem gigantischen Erfolg von "Scream - Schrei" präsentiert der amerikanische Regisseur Wes Craven jetzt mit "Scream II" die mörderisch spannende Fortsetzung seines Horror-Thrillers.

    In den USA spielte "Scream II" bisher knapp 100 Millionen Dollar ein. Wie schon bei dem Kulterfolg "Scream" zeichnen für dieses intelligente Genrewerk wieder Wes Craven und der Drehbuchautor Kevin Williamson verantwortlich. Dabei herausgekommen ist kein Abklatsch des cleveren Originals, sondern ein intelligenter Thriller mit überraschenden Wendungen, Schockmomenten und zahlreichen Filmzitaten.

    "Es ist schwerer geworden, die Zuschauer zu überraschen und neue Situationen zu kreieren, die noch keiner in den tausenden von Horrorfilmen gesehen hat", sagt Wes Craven. "Bei der 'Scream'-Reihe hatten wir das Problem, daß heutzutage schon alles ein Klischee ist. Deshalb waren wir dazu gezwungen, mit diesen Klischees zu arbeiten, sie auf den Kopf zu stellen oder in eine völlig unerwartete Richtung zu lenken."

    In "Scream II" hat es der dämonische Killer erneut auf Sidney Prescott (Neve Campbell) abgesehen, die mittlerweile das College besucht. Ebenfalls wieder mit von der Partie sind die aufdringliche Fernsehreporterin Gale Weathers (Courteney Cox), der ehemalige Sheriff Dewey Riley (David Arquette) sowie der vermeintliche Mörder Cotton Weary (Liev Schreiber).

    Der Altmeister des Horror-Genres läßt dabei keine Gelegenheit aus, sich über den Sinn und Unsinn von Film-Fortsetzungen lustig zu machen. In einer Klasse diskutieren Studenten, welche Fortsetzungen die Klasse des Originals erreicht haben. Derweil überschlagen sich die Ereignisse auf dem Campus. Je höher die Zahl der Opfer, desto unsicherer fühlen sich die Überlebenden. Jeder könnte der Mörder sein.

    Bei den Dreharbeiten zu "Scream II" wußten selbst die Schauspieler bis zum Ende nicht, wer der Killer ist. "Diese strikte Geheimhaltung war erforderlich", erklärt Wes Craven, "denn nachdem uns Kevin Williamson die ersten 45 Seiten seines Skriptes gab, erschienen diese zwei Tage später im Internet." Da nun theoretisch bereits Millionen Menschen den Ausgang des Films kannten, mußte das Drehbuch komplett umgeschrieben und ein anderes Ende gefunden werden. "Das neue Drehbuch haben wir aus Sicherheitsgründen gar nicht erst ausgedruckt. Beim Dreh habe ich den Schauspielern nur die entsprechenden Anweisungen und Dialoge für die jeweilige Szene gegeben."

    Mit der virtuos dosierten Mischung aus unerträglicher Spannung, Humor und Ironie ist es Wes Craven gelungen, sein eigenes Werk "Scream" noch zu übertreffen. "Jetzt stellen wir uns die Frage, wie wir in 'Scream III' die nächste Ebene erreichen. Ich denke, Sidney wird darin eine erwachsene Schauspielerin sein, die ihr Studium abgeschlossen hat und in Hollywood arbeitet. Vielleicht wird sie ein auch ein Kind haben, denn wir planen einen Thriller im Stil von 'Rosemaries Baby."

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