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  • Kritik: Clooneys respektables Regiedebüt: Der Herzblatt-Killer

    Berlin. Das Leben schreibt eben doch die skurrilsten Geschichten. Das hat auch Hollywood erkannt und setzt in letzter Zeit mal wieder vermehrt auf biografisch angehauchte Filme. Denn wer hätte sich schon eine derart phantastische Geschichte wie die des Hochstaplers Frank Abagnale Jr. aus Steven Spielbergs "Catch Me If You Can" ausdenken können? George Clooney hat sich für sein Regiedebüt ebenfalls eine wahre Lebensgeschichte zum Vorbild genommen.

    "Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind" erzählt die wahnwitzige Vita von Chuck Barris. Der erfand in den 60er und 70er Jahren amerikanische TV-Klassiker wie "The Gong Show" und das "Herzblatt"-Vorbild "The Dating Game" - und ermordete nach eigenen Angaben im Auftrag der CIA 33 Menschen.

    Mörderisches Doppelleben

    Sam Rockwell ("Drei Engel für Charlie", "The Green Mile") wurde bei der Berlinale 2003 mit dem Silbernen Bären für den Besten Hauptdarsteller ausgezeichnet. Zu Recht: Voller Elan und mit einer guten Portion Irrsinn verkörpert er den draufgängerischen Chuck Barris, der auf der Suche nach seinem persönlichen amerikanischen Traum beim Fernsehen landet. Mit Talent, Ehrgeiz und der Unterstützung seiner Freundin Penny (Drew Barrymore) bringt Barris frischen Wind in die angestaubte Welt der TV-Unterhaltung, wobei ihm der nicht gerade zimperlicher Umgang mit seinen Kandidaten auch viele Feinde beschert.

    Als Barris dem CIA-Agenten Jim Byrd (George Clooney) begegnet, beginnt sein tödliches Doppelleben: Bei Tage steht er vor der Kamera, im Schutz der Nacht mordet er für die Regierung. Barris genießt diese aufregende Zeit in vollen Zügen, aber schnell wendet sich das Blatt. Während es beruflich stetig bergab geht, ist er privat zwischen Penny und der geheimnisvollen Agentin Patricia (Julia Roberts) hin- und hergerissen. Unaufhaltsam steuert Barris seinem Untergang entgegen.

    Vor und hinter der Kamera gute Freunde platziert

    Ob die Geschichte vom Doppelleben des Chuck Barris nun wahr ist oder nicht - George Clooney ist mit "Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind" ein respektables Regiedebüt gelungen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass er klug genug war, sich bei den Besten der Filmbranche Unterstützung zu holen: Das Drehbuch stammt aus der Feder von Charlie Kaufmann, der mit "Being John Malkovich" sein Talent für schräge Stoffe bewiesen hat. Steven Soderbergh, mit dem Clooney unter anderem bei "Out of Sight" und "Ocean's Eleven" zusammengearbeitet hat, agierte als Produzent. Sein Einfluss auf Clooney ist besonders beim Look des Films unübersehbar.

    Brad Pitt und Matt Damon als "Herzblatt"-Kandidaten

    Aber auch vor der Kamera hat Clooney einige gute Freunde versammelt. Neben Soderbergh-Muse Julia Roberts geben sich Brad Pitt und Matt Damon als "Herzblatt"-Kavaliere die Ehre - und werden von der Kandidatin verschmäht. So etwas kann sich nun wirklich nur Hollywood ausdenken.

    Nina Jerzy, ddp

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